Möhlmann-Elf unterliegt Regionalligist

Velagic schockt Münster - Preußen scheitern im Pokal

Rödinghausens Torschütze Azur Velagic

Schoss das entscheidende Tor des Abends: Rödinghausens Azur Velagic. imago

Die Gastgeber konnten den Schwung aus dem 3:0-Ligaerfolg gegen Großaspach vom Wochenende nicht mitnehmen. Gegen den Tabellenneunten der Regionalliga West waren die Preußen zunächst zwar das bessere Team, wurden aber durch einen jähen Rückstand aus dem Konzept gebracht. In der 20. Minute verwandelte Azur Velagic einen von Lion Schweers verursachten Handelfmeter zum 1:0 für den Underdog. Von da an lief bei der Elf von Benno Möhlmann nicht mehr viel zusammen.

Der SC Preußen, immerhin fünfmaliger Sieger des Westfalenpokals, hatte sogar Glück, dass die Gäste nicht noch auf 2:0 erhöhten. Konstantin Möllering verpasste in der 75. Minute mit einem Pfostenschuss die Vorentscheidung, wenig später scheiterte Björn Schlottke (80.) aus der Distanz an Münsters Schlussmann Patrick Drewes. Die Mannschaft von der Hammer Straße kamen zwar vereinzelt noch zu Chancen, Gäste-Keeper Tim Paterok blieb aber unüberwindbar. Der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen, sodass die Adlerträger in einer ohnehin schon gebrauchten Saison den nächsten Nackenschlag hinnehmen mussten.

Spielersteckbrief Velagic

Velagic Azur

Preußen Münster - Vereinsdaten

Gründungsdatum

30.04.1906

SV Rödinghausen - Vereinsdaten

Möhlmann: "Nicht gierig genug"

Trainer Möhlmann zeigte sich nach der Partie alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Elf. "Die Gegner haben ihre Chance genutzt. Wir waren gerade in der Anfangsphase nicht gierig genug", sagte er gegenüber den Westfälischen Nachrichten. Die Partie habe seine Mannschaft besonders durch die schwache ersten Hälfte verloren, daran änderte auch die Steigerung nach der Pause nichts mehr. Zumal den Hausherren die letzte Präzision fehlte. "Wir haben alles versucht, da kann ich nichts anderes sagen. Über die mangelnde Chancenverwertung sprechen wir schon länger."

So schieden die Münsteraner am Ende nicht ganz unverdient im nun schon im dritten Jahr hintereinander vorzeitig aus dem Wettbewerb aus. Und können sich nun mit ganzer Konzentration dem Klassenerhalt in der 3. Liga widmen. Dort steht am Samstag (ab 14 Uhr LIVE! auf kicker.de) das richtungsweisende Kellerduell gegen Schlusslicht Mainz II an.

Der SV Rödinghausen darf derweil weiter Vereinsgeschichte schreiben. Noch nie schaffte es die Mannschaft von Ex-Profi Alfred Nijhuis im Pokal so weit. Mögliche Gegner für das Halbfinale sind neben Oberligist FC Gütersloh, die Ligakonkurrenten TSG Sprockhövel und SC Verl sowie die Drittligisten Sportfreunde Lotte und SC Paderborn.

kon