Zweiter Sieg in Serie

Eintracht Trier mit Schützenfest gegen Ulm

Dreifachtorschütze Muhamed Alawie

Jubel in Blau-Schwarz: der Trierer Muhamed Alawie (l.) hatte gegen Ulm einen echten Sahnetag erwischt. imago

Die Ausgangslage war schon im Vorfeld der Begegnung recht eindeutig: Im zweiten Heimspiel der Restrunde benötigten die Blau-Schwarz-Weißen dringend einen Sieg, um die Konkurrenz im Abstiegskampf nicht davonziehen zu lassen. Keine einfache Aufgabe, bekamen es die Trierer im heimischen Moselstadion doch mit dem Überraschungsteam der Liga zu tun. Der SSV Ulm, erst zu Beginn der Spielzeit aus der Oberliga aufgestiegen, spielte bis dato eine überzeugende Saison. Die Domstädter beendeten das Pflichtspieljahr 2016 auf einem starken sechsten Rang, fernab jeglicher Abstiegssorgen.

Nur einen Wechsel nahm Eintracht-Trainer Oscar Corrochano im Vergleich zur letzten Partie vor: Patrick Lienhard ersetzte Antonyos Celik im Offensivzentrum. Ansonsten vertraute der 40-Jährige der Elf, die unter der Woche auch schon den FC Homburg mit 2:1 geschlagen hatte. Eine Maßnahme, die sich schnell auszahlte.

Trier früh in Front - Krebs mit Platzverweis

Die Eintracht ging bereits in der 31. Minute durch einen Kopfball von Muhamed Alawie in Führung. In der Folge schwächten sich die Gäste aus Schwaben dann auch noch unnötig selbst, aufgrund einer Notbremse sah Ulms Kapitän Florian Krebs noch vor der Pause die Rote Karte. In der Folge sahen sich die "Spatzen" nicht mehr in der Lage, dem Trierer Druck groß Widerstand zu leisten. "Wir haben intensiv angefangen und sind verdient in Führung gegangen", lobte Corrochano die Mannschaftsleistung nach Spielende. "Im Nachhinein hatten wir natürlich etwas leichteres Spiel durch die rote Karte für Ulm. Trotzdem hat die Mannschaft das auch wirklich gut gemacht, es ist keine Selbstverständlichkeit dann nicht nachlässig zu werden."

Durch die Überzahl beflügelt, machten die Trierer in der zweiten Hälfte schnell den Deckel auf die Partie. Alawie erhöhte vom Punkt auf 2:0 (55.), nach einem Doppelpack von Patrick Lienhard (73./75.) belohnte sich der Sommerneuzugang aus Meppen dann schließlich auch mit seinem dritten Treffer des Tages (81.). "Das ist ein sehr deutliches Ergebnis, hinter dem viel Arbeit steckt. Vor einer Woche haben wir gegen Kaiserslautern hier ein 2:0 noch aus der Hand gegeben. Heute haben wir das Ergebnis sogar noch ausgebaut", zeigte sich Corrochano zufrieden mit der Abgeklärtheit seiner Elf.

Trier 2017 noch ohne Niederlage

Durch den Dreier bleibt die Eintracht im neuen Jahr noch immer ungeschlagen, sieben Punkte holte der Südwest-Regionalligist aus den letzten drei Partien. Durch diese starke Ausbeute rückt Trier auf den 16. Rang der Tabelle vor und gibt somit den direkten Abstiegsplatz an den FC Kaiserslautern II ab. Als nächstes steht für den SVE am kommenden Samstag (14 Uhr) das Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz auf dem Programm.

kon