Finks Austria gleicht in der Nachspielzeit aus

Pyrotechnik und Gewaltexzesse im Wiener Stadtduell

Austria gegen Rapid - und jede Menge Pyrotechnik im Happel-Stadion.

Austria gegen Rapid - und jede Menge Pyrotechnik im Happel-Stadion. imago

Vorweg zum Spiel: Vor 16.000 Zuschauern war das Geschehen zunächst von viel Hausmannskost und Fehlern geprägt. Rapid wollte gestalten, die Austria wusste dies jedoch meist zu verhindern. Nach Wiederanpfiff kamen die Grün-Weißen dann zu flüssigeren Kombinationen und gingen in der 55. Minute durch Giorgi Kvilitaias Kopfball in Führung. Die Hoffnung, aus dem grauen Mittelmaß doch noch in Richtung Europapokal-Startplätze marschieren zu können, erhielt in der 67. Minute mit Gelb-Rot für den Ex-Hoffenheimer Joelinton einen Dämpfer.

Dennoch: Rapid verteidigte den knappen Vorsprung bis in die fünfte Minute der Nachspielzeit erfolgreich. Die Austria drückte den Stadtrivalen in dessen Hälfte. Lukas Rotpuller glückte mit dem letzten Angriff noch das 1:1. Und die Austria verteidigte ihren Zehn-Punkte-Vorsprung auf den Nachbarn.

Massive Geldstrafen drohen

Was am Rande des Spielfelds passierte, war indes weniger schön. Massenschlägereien, Festnahmen und Verletzte gab es zu verzeichnen. Bereits vor dem Spiel lieferten sich rund 60 Randalierer aus beiden Lagern im Stadioninneren schwere Auseinandersetzungen, als Hooligans von Rapid versuchten, Zaunfahnen von Anhängern der Austrianer zu entwenden.

Die Polizei meldete vier vorläufige Festnahmen und fünf verletzte Personen. Zudem stellten die Ordnungskräfte im Umfeld des Stadions zahlreiche Kampfutensilien wie Quarzsandhandschuhe, Mundschutz, Sturmhauben und sogar Golfschläger sicher.

Während der Begegnung brannten Anhänger beider Klubs zahlreiche pyrotechnische Gegenstände ab und zündeten schwere Böller. Der Strafsenat der österreichischen Bundesliga ermittelt gegen beide Klubs. Austria und Rapid drohen somit massive Geldstrafen.

aho/sid