Bundesliga

Schär: "Ich hätte mir mehr Vertrauen und Kommunikation gewünscht"

Schweizer über seine Situation bei 1899 Hoffenheim

Schär: "Ich hätte mir mehr Vertrauen und Kommunikation gewünscht"

Fabian Schär und Julian Nagelsmann

"Muss die Sichtweise des Trainers akzeptieren, aber nicht teilen": Fabian Schär (r.) über Julian Nagelsmann. imago

Sechs Bundesliga-Einsätze, davon nur einer von Beginn an - für Schär, den derzeit eine Adduktorenverletzung zum Zuschauen zwingt , läuft es bei der TSG in dieser Saison alles andere als zufriedenstellend. Achtmal schaffte es der 25-Jährige in der Hinrunde nicht einmal in den Kader der Hoffenheimer, musste auf die Tribüne. "Ein Gefühl, das ich noch nie in meinem Leben verspürte. Etwas zwischen großer Enttäuschung und Hilflosigkeit. Brutal bitter", sagte Schär in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick".

Von Julian Nagelsmann ist der Schweizer, der vor seiner Verletzung zuletzt immerhin zweimal eingewechselt wurde, offenbar enttäuscht: "Ich hätte mir ein wenig mehr Vertrauen und Kommunikation gewünscht", meinte Schär: "Der Trainer hat seine Sichtweise, die muss ich akzeptieren, aber nicht teilen."

"Anscheinend braucht man immer einen Buhmann"

Auch von den deutschen Medien fühlt sich Schär "vorschnell hart kritisiert". So zuletzt auch beim 1:2 in Leipzig, als er zur Pause für den angeschlagenen Vogt eingewechselt wurde (kicker-Note 4,5) und den Ball bei Sabitzers Siegtreffer unglücklich abfälschte. "Bei diesem Tor kann ich null und nichts dafür", befand Schär: "Aber anscheinend braucht man immer einen Buhmann."

Der nächste Wechsel muss schon sitzen. Ich möchte nicht wechseln, nur um gewechselt zu sein.

Fabian Schär

Ein Wechsel im Januar war in Hoffenheim ein Thema. Erst recht, nachdem der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic unlängst gefordert hatte, Schär solle seine Situation klären. Bei Premier-League-Klubs ("England ist sicher eine Option, die mich reizt") wurde Schär genauso gehandelt wie in Frankreich (Bordeaux, Marseille). Auch ein Wechsel zum von Schärs früherem Basler Coach Paulo Sousa trainierten AC Florenz war ein Thema.

Doch ein Transfer kam nicht zustande, auch weil Hoffenheim kein Leihgeschäft wollte. "Man wollte mich verkaufen, aber im Winter ist es schwer für die Klubs, eine größere Summe zu bezahlen", meinte Schär. Es habe zwar dennoch Optionen gegeben, aber: "Der nächste Wechsel muss schon sitzen. Ich möchte nicht wechseln, nur um gewechselt zu sein."

ski