Int. Fußball

Ulloa-Zoff in Leicester: "Ranieri hat mich betrogen"

Stürmer darf nicht wechseln

Ulloa-Zoff in Leicester: "Ranieri hat mich betrogen"

Leonardo Ulloa

"Deadline Day"-Alleingang: Leicester-Stürmer Leonardo Ulloa. imago

Leonardo Ulloa war der Top-Joker in Leicester Citys Meistersaison . In 22 seiner 29 Liga-Einsätze wurde der argentinische Angreifer eingewechselt. Sein Problem: Auch in dieser Saison, in der Leicester wieder gegen den Abstieg spielt , hat sich an dieser Rolle nichts geändert; zwölf Spiele, elf Einwechslungen - Ulloa ist das zu wenig.

Deswegen bat er im Januar darum, vorzeitig aus seinem noch bis 2018 gültigen Vertrag aussteigen zu dürfen, Interessenten gab es mehrere (u.a. Galatasaray, Alaves). Doch Leicester lehnte in Person von Trainer Claudio Ranieri alle Anfragen ab, zuletzt am finalen Tag des Winter-Transferfensters eine angeblich acht Millionen Euro schwere Offerte des AFC Sunderland.

"Ich werde nie wieder für sie spielen"

Ulloas Reaktion? Wut. "Ich fühle mich von Ranieri betrogen und vom Klub im Stich gelassen", schrieb Ulloa bei Twitter. Sein scharfer Nachsatz: "Ich werde nie wieder für sie spielen." Und der 30-Jährige, der 2014 von Brighton & Hove Albion gekommen war, legte anschließend sogar noch nach.

"Der Trainer", erklärte er in einem vom Klub nicht autorisierten Interview beim englischen TV-Sender "Sky", "hat mir in den letzten zwei Wochen immer wieder gesagt, dass er mich gehen lassen würde, wenn es ein Angebot um die vier oder fünf Millionen Pfund gibt." Und Ulloa zufolge hätten die jüngsten Offerten in diesem Bereich gelegen "oder waren sogar besser". Trotzdem habe Ranieri ihm am heutigen Dienstag gesagt, er wolle, dass er bleibe.

"Wenn ich bleibe, wird das meine Karriere beeinträchtigen"

"Ich verstehe das Ganze nicht, warum sie mich nicht gehen und woanders Fußball spielen lassen. Wenn ich bei diesem Klub bleibe, wird das meine Karriere und Zukunft beeinträchtigen", so Ulloa weiter. "Für beide Seiten ist es das Beste, wenn sie mich verkaufen."

Ein "Deadline Day"-Alleingang, der disziplinarische Folgen - und Ulloa kaum zu mehr Einsatzzeiten verholfen haben dürfte. Aber spielen will er ja auch gar nicht mehr für Leicester.

jpe

Verfaxt, verzockt, verwechselt: Die größten Transferpannen