HFC-Trainer Schmitt nach geglücktem Auftakt erleichtert

"Absolut großartig" - Viel Lob für Halles Pfeffer

Sascha Pfeffer

Bewahrte Erfurts Christoph Menz vor einem Platzverweis: Halles Sascha Pfeffer. Getty Images

Für kurze Zeit herrschte Verwirrung im Spiel zwischen Halle und Erfurt: Es lief die 70. Minute, als der bereits verwarnte RWE-Defensivmann Menz auf Höhe der Mittelkreises in einen Zweikampf ging und sein Gegenspieler Pfeffer zu Boden fiel. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zückte sofort die Gelbe Karte und hätte den bereits verwarnten Menz damit vom Platz gestellt. Doch weder die Gelbe noch die Rote Karte reckte die Unparteiische in die Höhe und auch der zunächst aufgekommene Protest von Menz und seinen Mitspielern ebbte schnell ab. Denn Pfeffer, der in Vertretung für den gesperrten Jürgen Gjasula die Kapitänsbinde trug, erklärte auf Steinhaus' Nachfrage, dass es kein Foul des Erfurters gewesen sei - Menz durfte weiterspielen.

Spielbericht

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Schmitt Rico

"Wir hatten Glück, dass Sascha Pfeffer so fair war. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass ein Spieler zugibt, dass es kein Foul war und uns damit vor einer Situation bewahrt, in der wir in Unterzahl gekommen wären", lobte Erfurts Coach Stefan Krämer nach der Partie. "Das ist außergewöhnlich." Auch Halles Trainer Rico Schmitt fand anerkennende Worte: "Ich finde das absolut großartig, das kann ich auch nur unterstützen. Das Spiel hätte sonst einen faden Beigeschmack bekommen."

"Eine Sahneflanke und ein perfekter Kopfball"

Halle gelang es auch ohne Überzahl, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das einzige Tor des Tages hatte Benjamin Pintol sechs Minuten vor der Halbzeitpause erzielt: Eine Hereingabe von Florian Brügmann wuchtete der Angreifer aus kurzer Distanz per Kopf ins Tor. Den Angriff hatte er im Mittelfeld selbst eingeleitet. "Eine Sahneflanke und ein perfekter Kopfball, das Tor war überragend herausgespielt", befand Schmitt, der sich aufgrund des gelungenen Rückrundenauftakts erleichtert zeigte. Zwar sei die Vorbereitung gut verlaufen, aber: "Man weiß dann doch nicht, wo die Reise hingeht", sagte der 48-Jährige.

pau

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