Darmstadt-Coach ist nach der 1:6-Pleite geladen

Knallhart: Frings' Verbalattacke gegen Jungwirth

Torsten Frings

Droht Jungwirth mit einem Tribünenhalbjahr: 98-Trainer Torsten Frings. Getty Images

Frings' Aussagen im Wortlaut:
"Florian ist jetzt zu Hause. Wir haben das ganz klar und fair mit Flo besprochen. Ich habe auch ehrlich gesagt keinen Bock mehr, mich jede Woche achtmal zu wiederholen. Das ist ein Spieler von uns. Wir haben ihm versprochen, wir suchen eine Alternative. Wenn was da ist, dann können wir über seinen Wechsel reden. Wenn nichts da ist, muss er sich weiter für uns den Arsch aufreißen. Wenn er das nicht macht, dann sitzt er sechs Monate auf der Tribüne. Anders geht’s ja nicht. Wir können uns als Verein ja nicht von Spielern bestimmen lassen, was wir zu tun haben. Verträge sind da, damit man sie einhält. Und wenn das ein Spieler nicht machen will, dann kriegt er ein Problem mit mir. Ganz einfach ist das. Wir haben uns fair und offen verhalten, jetzt erwarte ich, dass etwas Ruhe einkehrt, dass wir den nächsten Step machen können – so oder so. Ihr macht es größer als es ist, für uns ist das kein Thema. Wir sind ganz klar mit dem Spieler in Gesprächen, der weiß, wie es läuft. Da nützt auch nichts, von außen Druck reinzubringen. Denn wir lassen uns nicht unter Druck setzen."

Als ein Journalist nachfragt, ob Jungwirth aus sportlichen Gründen nicht im Kader stand oder wegen des Wechsel-Theaters, fuhr Frings fort:

Spielersteckbrief Jungwirth

Jungwirth Florian

Trainersteckbrief Frings

Frings Torsten

"Nein. Er hat einfach diese Woche so trainiert, dass er in die USA möchte. Und ich lasse mich nicht von diesem Spieler unter Druck setzen. Und wenn einer hier nicht bereit ist, alles zu geben für Darmstadt 98, dann ist er nicht im Kader. Und wenn er das nicht lernt, solange er ein Spieler von uns ist, hier alles abzurufen – was ganz normal ist auf der ganzen Arbeiterwelt; jeder der einen Job macht, muss ihn so gut wie möglich machen – dann muss man mit den Konsequenzen leben. Genauso ist es hier auch. Nochmal: Wir haben uns total offen und ehrlich mit ihm unterhalten, wir halten auch unser Wort. Aber wir können uns ja nicht schlechter machen, als wir ohnehin schon sind, nur damit sich einer seinen persönlichen Traum erfüllen kann. Ich habe auch heute Nacht geträumt, dass wir gewinnen – aber schade, ist nicht in Erfüllung gegangen. Und was soll ich jetzt machen? So ist es nun mal, sorry. Das ist ja kein Wunschkonzert hier. So Verträge sind ja auch da – der Verein überweist jeden Monat pünktlich das Geld. Wir können jetzt auch mal das Geld einsparen, weil er nur 50 Prozent im Training gegeben hat. Bin mal gespannt, wie viele Berater dann hier auf der Matte stehen. Das geht ja nicht ..."

Georg Holzner

Bilder zur Partie SV Darmstadt 98 - 1. FC Köln