Bundesliga

Wieder Nummer 1? Nouri macht Wiedwald Hoffnung

Bremen: Santiago Garcias Berater kommt zu Gesprächen

Wieder Nummer 1? Nouri macht Wiedwald Hoffnung

Holt er sich den Status als Nummer 1 zurück? Werder Bremens Torhüter Felix Wiedwald.

Holt er sich den Status als Nummer 1 zurück? Werder Bremens Torhüter Felix Wiedwald. imago

Vor allem gilt es freilich dafür zu sorgen, dass dieses Gefühl am Samstag nicht kurz nach Anpfiff schon wieder verfliegt: "Die wichtigste Erkenntnis aus dem Dortmund-Spiel", betont Nouri zu Recht: "Wir sollten kein frühes Gegentor bekommen."

Das wäre natürlich auch ganz im Sinne von Felix Wiedwald, der für den rotgesperrten Jaroslav Drobny zwischen den Pfosten stehen wird. Für den 26-Jährigen womöglich mehr als nur der Auftakt eines kurzen Intermezzos - sondern die Chance, sich den kurz nach Saisonbeginn eingebüßten Status als Nummer 1 zurückzuholen. Auf die Frage nach der generellen Torwarthierarchie antwortete Nouri am Dienstag: "Wir werden sehen, wie sich die nächsten Spiele entwickeln. Ich will da nicht vorgreifen. Vieles im Fußball ist sehr schnelllebig."

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Heißt im Klartext: Wiedwald kann sich mit fehlerfreien Auftritten im internen Ranking wieder vor Drobny platzieren. Was angesichts der Leistungen des Tschechen auch nur folgerichtig wäre. Somit hätte das eigentlich schon abgeschriebene Eigengewächs doch wieder eine Perspektive an der Weser, zumindest auf dem Papier: Mit dem 20. Pflichtspieleinsatz würde sich Wiedwalds Vertrag automatisch bis 2018 verlängern.

Garcia-Berater fliegt ein

Auf ein neues Arbeitspapier hofft derweil auch Linksverteidiger Santiago Garcia. "Ich fühle mich sehr wohl in Bremen, würde gerne bleiben." Allerdings: Über die Bedingungen (Gehalt, Vertragslaufzeit) gibt es zwischen Klub und Profi bislang keine Einigkeit. Schon vergangene Saison lehnte der Argentinier eine konkrete Offerte des damaligen Geschäftsführers Thomas Eichin ab. Ende dieser Woche, so Garcia, fliege nun sein Berater aus Argentinien ein, um mit Manager Frank Baumann zu verhandeln.

Von seinen Vorstellungen abrücken möchte Garcia indes nicht: "Ich bin seit vier Jahren hier, habe praktisch immer gespielt. Ich will bekommen, was ich verdiene." Ob Werder "Santis" Stellenwert ähnlich hoch einschätzt, bleibt abzuwarten. Schließlich hat der Klub mit dem Schweden Ludwig Augustinsson vom FC Kopenhagen bereits einen hochkarätigen Nachfolger an der Angel. Garcia lässt das offenbar kalt: "Wenn ich im Sommer noch da bin, gibt es einen Konkurrenzkampf. Wenn ich nicht mehr da bin, wird er spielen."

Thiemo Müller