Darmstadt bangt um Sam und Niemeyer - Höhn trainiert dosiert

Frings beeindruckt: Spieler schleppen Kisten

"Mit der Truppe kannst Du was erreichen": Darmstadts neuer Trainer Torsten Frings war beeindruckt.

"Mit der Truppe kannst Du was erreichen": Darmstadts neuer Trainer Torsten Frings war beeindruckt. imago

Beim Neujahrsempfang plauderte Frings aus dem Nähkästchen: Die Spieler und Trainer hatten nach dem Rückflug aus dem Trainingslager das Stadion und die Privat-PKWs erreicht und sich bereits teilweise auf den Weg nach Hause gemacht, als die Zeugwarte mit einem Transporter eintrafen. Marcel Heller schickte eine Nachricht in die interne Whatsapp-Gruppe, woraufhin alle umdrehten und beim Ausladen halfen. "In dem Moment habe ich gedacht: Mit der Truppe kannst Du was erreichen", erzählte Frings.

"Es waren an die 100 Kisten, und die Zeugwarte waren 24 Stunden unterwegs", erklärte Mario Vrancic, warum das Verhalten aus seiner Sicht eine Selbstverständlichkeit ist. Der Mittelfeldspieler fiebert wie alle in Darmstadt dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15,30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) entgegen. "Die Vorbereitung hat Spaß gemacht, aber es gehört auch Erfolg dazu", sagt er. Dieser blieb den Lilien lange verwehrt, sie hatten sich mit einer Serie von acht Bundesliga-Niederlagen in die Winterpause verabschiedet.

Höhn ist auf einem guten Weg

Vor dem Neustart unter Frings am Samstag bangt der Klub um drei Spieler. Neuzugang Sidney Sam und Routinier Peter Niemeyer trainieren die gesamte Woche nicht mit der Mannschaft. Niemeyer, der im Testspiel vor zehn Tagen eine Oberschenkelzerrung erlitt, übte individuell. Wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigt, wird kurzfristig entschieden. Das gilt auch für Sam, der an einem grippalen Infekt leidet. Bessere Chancen, gegen Gladbach zum Kader zu gehören, besitzt Höhn. Bei ihm hatten sich am operierten Fuß wegen der hohen Belastung im Trainingslager Beschwerden eingestellt. Sie wurden durch dosiertes Training und Behandlungen aber soweit reduziert, dass er am Mittwoch fast wieder das gesamte Programm mitmachen konnte.

Michael Ebert

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