Afrika-Cup: Gabun muss "den Kurs wechseln"

Aubameyang enttäuscht - und amüsiert über China-Angebot

Pierre-Emerick Aubameyang (3.v.r.)

Erzielte das erste Tor des diesjährigen Afrika-Cups: Pierre-Emerick Aubameyang (3.v.r.). picture alliance

Nach 52 Minuten lief Pierre-Emerick Aubameyang den Fans entgegen, die Arme ausgebreitet, und ließ sich feiern. Die 40.000 Zuschauer jubelten dem Torjäger zu. Rund 40 Minuten später war von alledem nicht mehr allzu viel übrig: Aubameyang verließ den Rasen mit hängendem Kopf.

Juary Soares, ein Innenverteidiger des portugiesischen Drittligisten CD Mafra, hatte in der Nachspielzeit für Guinea-Bissau zum 1:1 ausgeglichen. Kurz darauf schritt Aubameyang mit finsterer Miene durch den Kabinentrakt im Stade de l'Amitié in der Hauptstadt Libreville. "Das Spiel und das Resultat sind sehr enttäuschend für uns", sagte der Stürmer, "wir haben Fehler gemacht. Wir müssen jetzt den Kurs wechseln und das nächste Spiel gewinnen."

In Staffel A trifft Gastgeber Gabun am Mittwoch auf Burkina Faso, ehe das letzte Gruppenspiel gegen Kamerun ansteht.

"Stand jetzt werde ich in Dortmund bleiben"

Das fordert Aubameyangs Konzentration. Fragen zu seiner persönlichen Zukunft will der 27-Jährige dieser Tage deshalb nicht beantworten. "Das ist nicht die Zeit, um darüber zu reden, vor allem weil ich mich sehr gut in Dortmund fühle", sagte der Angreifer - und fügte dann an: "Stand jetzt werde ich in Dortmund bleiben."

Dass seine Tore einem Verein aus China 150 Millionen Euro wert sein sollen, trieb ihm ein Lachen ins Gesicht. Als er im Urlaub von seinem Bruder von der angeblichen Offerte erfuhr, "habe ich es im Internet gelesen", so Aubameyang, "es hat mich zwangsläufig amüsiert." Und: "Ich beschäftige mich damit nicht, ich habe meine Prioritäten."

lei/sid/dpa