Bundesliga

Miguel Merino: "Mikel möchte in Dortmund spielen"

Winterwechsel noch nicht vom Tisch

Miguel Merino: "Mikel möchte in Dortmund spielen"

Mikel Merino

Kam bisher nicht wie erwartet zum Einsatz: Dortmunds Mikel Merino steht vor einer Ausleihe. imago

"Sein Herz sagt ihm, dass er zu Osasuna zurück muss", wurde Miguel Merino Ende der vergangenen Wochen in einigen deutschen Medien zitiert. Die Aussage stammt aus einem gut elfminütigen Gespräch des Ex-Profis mit dem baskischen Sender Radio Euskadi - wurde allerdings unvollständig wiedergegeben. Im Original schränkt Mikels Vater ein, dass sein Sohn zu seinem Ex-Klub zurückkehren könne, wenn er denn Dortmund nach nur einem halben Jahr wieder verlassen sollte.

Weil durch die unvollständige Übersetzung der Eindruck entstanden war, Merino senior wolle Druck auf den BVB ausüben und die Rückkehr seines Sohnes nach Osasuna forcieren, meldete sich der 50-Jährige nun erneut zu Wort. "Ich möchte, dass er in Dortmund bleibt - aber mit mehr Einsatzminuten", sagte Miguel Merino dem kicker und meinte: "Ich verstehe, dass der BVB eine der Top-Mannschaften in Europa ist und über einen starken Kader verfügt. Aber Mikels Leistungen in der spanischen U21 und in seinen Spielen für Dortmund - auf ungewohnter Position - haben meiner Meinung nach gezeigt, dass er auf einem guten Niveau ist. Die Entscheidung, was mit Mikel passiert, liegt beim Klub und beim Trainer. Aber mein Sohn möchte in Dortmund spielen."

Spielersteckbrief Merino
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Vieles spricht für Ausleihe

Mit dieser Aussage ist ein Winterwechsel des gelernten Mittelfeldspielers, der von Thomas Tuchel als Innenverteidiger eingesetzt wird, allerdings keinesfalls vom Tisch. Vieles spricht dafür, dass der 20 Jahre alte Mikel Merino, der im Sommer vom spanischen Erstliga-Aufsteiger Osasuna nach Dortmund kam und es in der Hinrunde nur auf drei Einsätze für die Westfalen brachte, verliehen wird, um Spielpraxis zu sammeln. Ein Verkauf sei kein Thema, sagte Miguel Merino, der sich bei Radio Euskadi "enttäuscht, vor allem aber überrascht" über die geringen Einsatzzeiten seines Sohnes in Dortmund zeigte: "Weil sie sich schon im Dezember 2015 für Mikel interessiert haben, dachten wir, dass sie den Spieler kennen. Vor allem der Trainer, mit dem wir schon damals Kontakt hatten und uns unterhalten haben."

Der Vater des spanischen U-21-Nationalspielers geht davon aus, dass der BVB ein Leihgeschäft mit einem deutschen Erstligisten präferiert, damit der Anpassungsprozess des Spielers an die Bundesliga (und die deutsche Sprache) fortgesetzt werden kann. Eine Entscheidung über die Zukunft seines Sohnes sei aber noch nicht gefallen.

Jan Reinold

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