Bundesliga

Fritsch versucht den Druck zu nehmen

Darmstadt: Niemeyer setzt auf Jetzt-erst-recht-Mentalität

Fritsch versucht den Druck zu nehmen

Rüdiger Fritsch

Konzentriert auf Trainersuche: Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch. imago

Die Amtszeit von Ramon Berndroth als Interimstrainer ist offiziell beendet. In den drei Spielen hat der 64-Jährige emotional sehr viel bewegt, ergebnismäßig erging es dem Nachfolger von Norbert Meier wie seinem Vorgänger. Darmstadts Mannschaft ist in der Bundesliga nunmehr schon seit acht Spielen ohne Punkt. Nimmt man das Pokalaus bei Astoria Walldorf hinzu, sind es sogar neun Pflichtspielniederlagen nacheinander. Die acht Zähler, mit denen die Lilien in die Winterpause gehen, resultieren allesamt aus Heimspielen. Auswärts blieb das Team damit die gesamte Hinrunde ohne Punktgewinn, denn am 17. Spieltag steht ein Heimspiel an.

"Wir waren vor der Saison abgeschrieben, jetzt sind wir es noch mehr. Jetzt heißt es alles versuchen, um das Gegenteil zu beweisen", sagt Peter Niemeyer. Der 33-jährige Routinier verabschiedete sich mit einer kämpferischen Leistung in die Weihnachtspause. Am 3. Januar geht es weiter, spätestens dann soll der neue Trainer gefunden sein. Mit ihm geht es vom 6. bis 13. Januar ins Trainingslager nach Spanien. Ein erstes Testspiel steht inzwischen fest: Die Generalprobe für den Hinrundenabschluss gegen Borussia Mönchengladbach steigt am 14. Januar am Böllenfalltor gegen den VfL Bochum.

Spielersteckbrief Niemeyer

Niemeyer Peter

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
39
2
RB Leipzig
36
3
Hertha BSC
30
Trainersteckbrief Berndroth

Berndroth Ramon

"Es ist an sich normal, dass Darmstadt bei einer Spitzenmannschaft verliert. Unser Problem ist nur die Summe der Niederlagen. In der ersten Halbzeit haben wir ein solides Abwehrverhalten gezeigt und recht wenig zugelassen. Wir haben uns auch Torchancen erspielt, da hätte man vielleicht etwas konsequenter sein müssen. Die englische Woche hat dann doch zu sehr an den Kräften gezerrt", resümierte Berndroth die 90 Minuten von Berlin.

Und die Trainersuche? Einiges deutet darauf hin, dass sie sich bis nach Weihnachten hinzieht. "Ob die Präsentation nun heute oder morgen passiert oder ob wir erst in Ruhe Weihnachten feiern, wird man sehen", versuchte Präsident Rüdiger Fritsch nach dem 0:2 bei Hertha Druck aus dem Kessel zu nehmen und versprach: "Wir sind konzentriert an der Sache dran."

Michael Ebert

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