Braunschweig hofft auf Auswärtssieg zum 121. Geburtstag

Lieberknecht: "Wir wollen keinen Schönheitspreis"

Torsten Lieberknecht

"Ich erwarte ein intensives Spiel": Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht. picture alliance

"Ich erwarte ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und hoher Laufbereitschaft", erklärte Lieberknecht. "Wir brauchen ab der 1. Minute die richtige Mentalität. In Karlsruhe herrscht Abstiegskampf pur." Der Spitzenreiter der 2. Liga (33 Punkte), dem die prominenten Verfolger aus Stuttgart (32) und Hannover (31) im Nacken sitzen, sieht den Druck bei den Badenern deutlich höher: "Der KSC muss gewinnen", so Lieberknecht, "wir werden noch einmal ordentlich bearbeitet und gefordert werden. Wir wollen keinen Schönheitspreis, aber die drei Punkte einfahren."

Auswärts nur Mittelmaß

Zum 121. Geburtstag wäre ein Auswärtssieg ein passendes Geschenk, immerhin tat sich Braunschweig bislang schwer auf fremdem Rasen: Die einzigen beiden Siege landete die Eintracht in St. Pauli und Aue - derzeit die beiden schlechtesten Teams im Unterhaus. Ansonsten gab es zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Das letzte Erfolgserlebnis in der Ferne liegt schon drei Monate zurück. "Wir sind hochmotiviert und wollen endlich auch auswärts wieder einen Dreier holen", betont Lieberknecht. "Wir hatten auswärts schwere Spiele, haben die Fehler analysiert. Natürlich hätten wir ein paar Punkte mehr haben können."

Abdullahi vor Debüt

Personell kann der BTSV-Coach aus dem Vollen schöpfen. "Alle Mann sind fit", gibt der 43-Jährige zu Protokoll. Auch der Langzeitverletzte Suleiman Abdullahi wird wieder zum Kader zählen. Der Sommer-Neuzugang, der mit viel Vorschusslorbeer von Viking Stavanger (Norwegen) nach Niedersachsen kam, ist nach überstandener Meniskusverletzung wieder fit und könnte seine ersten Minuten für die Eintracht absolvieren. "Die Trainingseinheiten waren super, und die medizinische Abteilung hat grünes Licht gegeben", berichtet Lieberknecht.

Starke Konkurrenz

Der Konkurrenzkampf im Sturm ist jedoch enorm: Onel Hernandez (16 Spiele, vier Tore, kicker-Notenschnitt 2,83) wusste genauso zu überzeugen wie der immer stärker werdende Christoffer Nyman (13, vier, 3,56). Domi Kumbela (16, 11, 2,75) ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben: Der 32-jährige Deutsch-Kongolese hat mit elf Treffern schon so viele Tore erzielt, wie der komplette Kader des KSC zusammen.

cru