Krause triumphiert bei seiner Rückkehr

Großaspach hält "dem Orkan" stand

Lorch, Fetsch und Gehring

Umkämpfte Partie: Großaspachs Jeremias Lorch (li.) und Kai Gehring (re.), gegen Kiel Mathias Fetsch. imago

Wie in der Vorwoche gegen den SV Wehen Wiesbaden (2:1) sah es auch in Kiel kurz vor dem Abpfiff nach einer Punkteteilung für Großaspach aus. Doch wieder war es der letzte Angriff, der die Ausbeute der SGS verdreifachte, sprich ein Unentschieden in einen knappen Sieg verwandelte. Diesmal war es Michael Maria, der den Ball in der 89. Minute mit einer Pirouette aus kurzer Distanz ins Tor befördert hatte. "Wir wussten, dass es in den letzten Minuten womöglich noch diese eine Chance geben wird, und diese haben wir dann letztendlich auch bekommen und verdientermaßen zum Sieg genutzt", erklärte Zapel auf der Vereinswebsite.

Allerdings hatte seine Elf über lange Phasen des Spiels gegen die KSV große Mühe. Die anfängliche Dominanz der Gastgeber mündete in das verdiente Führungstor durch Kingsley Schindler (12.). Weitere Chancen, den Vorsprung auszubauen, ließen die Kieler ungenutzt, weshalb der Ausgleichstreffer von Nicolas Jüllich in der 40. Minute überraschend fiel. "Wir sind schwer in die Partie gekommen, Kiel hat in den ersten Minuten losgelegt wie ein Orkan. Doch ein echtes Team macht es aus, mit Rückschlägen umzugehen", sagte Zapel. Seine Mannschaft agierte zwar ab der 51. Minute sogar in Überzahl, weil Kiels Dominik Schmidt nach einer Notbremse vom Platz geflogen war. Doch auch mit einem Mann weniger war Holstein die bestimmende Mannschaft, wäre durch Schindler beinahe in der 80. Minute erneut in Führung gegangen. Doch dann kam der eingewechselte Maria, markierte mit der Hacke den Schlusspunkt und stürzte sein Team und die rund 20 mitgereisten SGS-Fans in kollektiven Jubel.

Spielersteckbrief Krause

Krause Marlon

Spielersteckbrief Maria

Maria Michael

Trainersteckbrief Zapel

Zapel Oliver

Krause wird verabschiedet

Offiziell bei Kiel verabschiedet: Großaspachs Marlon Krause (2.v.l.). imago

Krause hatte seine "schönste Zeit bei Holstein Kiel"

Froh über die drei Punkte, mit denen sich Großaspach nun auf fünf Punkte von der Abstiegszone abgesetzt hat, war auch Krause. Allerdings erlebte der gebürtige Halstenbeker einen Nachmittag mit gemischten Gefühlen. Denn bei der KSV hatte der 26-Jährige zwischen 2012 und 2016 über 70 Pflichtspiele bestritten, war mit den Kielern in der Saison 2014/15 haarscharf in der Relegation zur 2. Bundesliga gescheitert und hatte sich nach einem Kreuzbandriss im Sommer 2016 der SGS angeschlossen . "Ich hatte meine schönste Zeit bei Holstein Kiel. Es war sehr, sehr traurig, dass ich gehen musste", sagte Krause, der vor der Partie offiziell von den Störchen verabschiedet wurde, beim "SWR". Die Freude über den Erfolg bei seinem Ex-Klub war trotzdem ungebrochen: "Es war einfach ein verdienter Sieg und ich freue mich, dass wir die drei Punkte mit nach Aspach nehmen."

pau