Bundesliga

Oldie-Power und Kruse: Werder stürmt Hertha-Festung

Der SV Werder Bremen schafft zwei Kunststücke

Oldie-Power und Kruse: Werder stürmt Hertha-Festung

SV Werder Bremen

Im Berliner Olympiastadion hatten die Spieler des SV Werder Bremen wahrlich Grund zur Freude. Getty Images

Es ist geglückt: Am 14. Spieltag hat Werder Bremen als letztes Bundesliga-Team zum ersten Mal in dieser Spielzeit zu Null gespielt. Kurze Erinnerung: In der vergangenen Saison musste der SVW dafür bis zum 33. Spieltag warten.

Das Beeindruckende während der 90 Minuten am Samstagabend war, dass dieses Kunststück auswärts bei Hertha BSC gelang. Denn die überragend in die Saison gestartete Alte Dame hatte bis dato alle sechs Heimspiele gewonnen. Dabei wählte Bremens Trainer Alexander Nouri eine besondere, weil hocherfahrene Aufstellung: Mit Jaroslav Drobny, Claudio Pizarro und Clemens Fritz standen bei Werder gleich drei Spieler in der Startelf, die über 36 Jahre alt sind. Die Norddeutschen starteten nie zuvor mit so vielen Profis über 36 Jahre in ein Bundesliga-Spiel.

Spielersteckbrief Pizarro
Pizarro

Pizarro Claudio

Spielersteckbrief Fritz
Fritz

Fritz Clemens

Spielersteckbrief Drobný
Drobný

Drobny Jaroslav

Spielersteckbrief Kruse
Kruse

Kruse Max

Trainersteckbrief Nouri
Nouri

Nouri Alexander

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern Bayern München
33
2
Leipzig RB Leipzig
33
3
Hertha Hertha BSC
27
Werder Bremen - Vereinsdaten
Werder Bremen

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Kruse: "Wir haben verdient gewonnen"

"Wir haben sehr diszipliniert gespielt, jeder hat seinen Job sehr gut erledigt", empfand SVW-Coach Alexander Nouri. "Wir hatten viele sehr gute Umschaltmomente." Einen Kritikpunkt sah der 37-Jährige aber: "Wir müssten uns allerdings mit dem zweiten Tor belohnen." In der Tat ließen Serge Gnabry, Pizarro oder Fin Bartels teils beste Überzahlsituationen kläglich liegen, doch die stabile Defensive ließ bis auf einen Pfostentreffer von Vedad Ibisevic (45. Minute) nichts Großes anbrennen.

Max Kruse (links)

Max Kruse (links, hier von Claudio Pizarro umarmt) stieg in Berlin zum SVW-Matchwinner auf. Getty Images

Mann des Tages war Max Kruse, der einen kapitalen Patzer von Berlins Niklas Stark nutzte und eiskalt vollendete. Der Sommerneuzugang traf damit erstmals seit Mai 2015 wieder in zwei Bundesliga-Spielen in Serie (damals noch für Gladbach). "Wir haben uns darauf konzentriert, hinten kein Gegentor zu bekommen", pflegte der Torschütze den Teamgedanken. "Deswegen haben wir vielleicht vorne die nötige Konzentration vermissen lassen, um das Ding zu entscheiden. Als Team haben wir heute aber sehr gut gearbeitet und auch verdient gewonnen."

Kruses körperliche Fitness

Spielbericht

Angesprochen auf seine eventuell noch nicht gänzlich hergestellte körperliche Fitness sagte Kruse derweil vor den Sky-Mikrofonen: "Darüber kann ich nur lächeln. Das sollen andere beurteilen. Ich fühle mich sehr gut auf dem Platz. Dass ich nach zwei Spielen nicht hundertprozentig fit bin, das ist auch klar. Das kommt über die Spiele. Ich glaube, dass ich die Antwort heute auf dem Platz gegeben habe."

mag

Bilder zur Partie Hertha BSC - Werder Bremen