Möhlmann will Spieler sichten - Weißenfels verlässt den SCP

Münsters Schwarz: "Der ganz große Druck ist weg"

Benjamin Schwarz

Überzeugte zuletzt mit starken Leistungen: Münsters Benjamin Schwarz. picture alliance

Die Trendwende der vergangenen Wochen bei Preußen Münster geht mit einer deutlichen Leistungssteigerung bei Schwarz einher: Seit dem Beginn der aktuellen Siegesserie vor vier Spieltagen war der Sechser an drei Schlüsselszenen beteiligt (kicker-Notenschnitt in den vier Partien 2,38). Dass er eine Symbolfigur für den Aufstieg ist, bestreitet Schwarz dennoch: "Es kann nicht nur an mir liegen. Wir machen allgemein weniger Fehler und arbeiten gut gegen den Ball. Fast alle haben sich gesteigert", lautete seine Analyse im Interview mit dem kicker.

Schwarz warnt vor zu großer Euphorie

Dank der Siegesserie ist Münster vom letzten auf den 14. Platz avanciert. "Der ganz große Druck ist vielleicht weg", gab Schwarz zu. Der 30-Jährige hat aber bereits ein neues Ziel: "Wir würden gern noch näher ans Mittelfeld heranrücken. Aber Paderborn hat einen neuen Trainer, das wird hart." Im Münsteraner Umfeld wird angesichts der Siegesserie bereits von einem möglichen Aufstieg gesprochen, doch Schwarz ruft angesichts eines Vorsprungs von nur drei Zählern auf die Abstiegsränge zur Besonnenheit auf: "Vor fünf Wochen waren wir die Deppen, die gar nichts konnten. Unsere Fans können träumen. Wir nicht. Vielleicht darf man nach sechs oder sieben Siegen am Stück nach oben schielen."

Vor der Winterpause stehen für Preußen noch zwei Spiele an, nach der Partie gegen Paderborn begibt sich die Möhlmann-Elf zum SSV Jahn Regensburg. Der Trainer spielt bereits mit dem Gedanken, daraufhin Verstärkungen zu holen. "Wir behalten uns vor, ein bis zwei Spieler zu sichten", verriet Möhlmann dem Online-Portal "westline.de". Zuletzt hatte Kevin Schöneberger am Training des SCP teilgenommen, er ist inzwischen wieder abgereist. "Wir haben erste Eindrücke von ihm sammeln können", so Möhlmann.

Ich sehe, dass ich im System vom Trainer keine große Rolle mehr spiele.

SCP-Stürmer Jesse Weißenfels

Unterdessen bat Jesse Weißenfels um die Auflösung seines Vertrags. Der Stürmer war unter Möhlmann nur noch zweite Wahl, zuletzt stand er zweimal nicht im Kader. "Ich sehe, dass ich im System vom Trainer aktuell keine große Rolle mehr spiele. Ich muss aber in der Rückrunde spielen und kann es mir nicht erlauben, ein halbes Jahr außen vor zu sein", erklärte er seine Entscheidung. Weißenfels möchte weiterhin in der 3. Liga spielen, eine Rückkehr nach Lotte schloss er jedoch vorerst aus: "Mein alter Verein Sportfreunde Lotte spielt in meinen momentanen Planungen keine Rolle."

Lesen Sie in der aktuelle kicker-Donerstagsausgabe, wie Schwarz mit seiner Verletzungsanfälligkeit umgeht, welche taktischen Maßnahmen zur Wende beim SCP geführt haben und welche Pläne der Sechser für die Zukunft hat.

kon/tr