Großaspach: Zapel erkärt Hinrundenziel für erreicht

Krause: Ohne Torschusstraining zum Matchwinner

Großaspacher Jubel

Da liegt der "verrückte Hund" begraben: Matchwinner Marlon Krause. imago

Es lief die 88. Minute im Heimspiel der SGS gegen Wiesbaden. Nach Treffern von Pascal Sohm (9.) und SVWW-Profi Robert Andrist (13.) stand es 1:1. Eine wechselhafte Partie, in der die Hausherren allerdings überlegen, jedoch nicht zwingend genug waren, steuerte auf eine Punktteilung zu. Noch einmal setzte die Zapel-Elf zu einem temporeichen Gegenstoß an. Der eingewechselte Michael Maria trieb den Ball durch das Zentrum, wurde ausgebremst, doch die Kugel landete mit Glück beim ebenfalls nach vorne geeilten Krause. In Stürmer-Marnier ließ der Innenverteidiger das Spielgerät nach rechts abtropfen und damit seinen Gegenspieler aussteigen, um dann mit einem flachen Schlenzer ins lange Eck zur 2:1-Führung zu treffen. Sekunden später bestürmten ihn seine Mitspieler - und selbst sein Trainer Zapel war auf das Feld gesprintet.

Im Torschusstraining klinkt er sich immer aus und klagt über Rückenschmerzen.

Oliver Zapel scherzhaft über den Siegtorschützen Marlon Krause
Spielersteckbrief Krause

Krause Marlon

Trainersteckbrief Zapel

Zapel Oliver

"Marlon Krause, der verrückte Hund, der normalerweise nie irgendetwas in der gegnerischen Hälfte zu suchen hat, der fängt auf einmal an, bei einem Konter mitzusprinten, obwohl er sich vorher die ganze Zeit die Hüfte gehalten hat. Dann hat er auch noch solche Finisher-Qualitäten", sagte der SGS-Trainer und fügte mit einem Augenzwinkern an: "Da muss ich ernsthaft mit ihm reden, was da in den ganzen vergangenen Monaten mit ihm los war, in denen er die versteckt hat. Im Torschusstraining klinkt er sich immer aus und klagt über Rückenschmerzen." Krause selbst gab sich nach seinem goldenen Treffer am Mikrofon des "SWR" bescheiden: "Natürlich freue ich mich, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, dass wir mal wieder gewonnen haben. Ich glaube, das hat sich die ganze Mannschaft sehr, sehr hart erarbeitet."

Zapel erklärt Hinrundenziel für erreicht

Spielbericht

Der Druck, der auf der SGS vor dem Spiel gelastet hatte, war groß. Seitdem die Zapel-Elf am sechsten Spieltag den vierten Platz erklommen hatte, ging es für sie mit kleineren Ausreißern stetig bergab. Vor der Partie gegen Wiesbaden betrug der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur noch einen Punkt. "Wir haben im Vorfeld dieses Matches in den Abläufen am Spieltag etwas verändert", sagte Zapel. "Das scheint gefruchtet zu haben." Mit nun 22 Punkten und vier Zählern Vorsprung auf die Partie erklärte Zapel das Hinrunden-Ziel für erreicht. In den zwei noch ausstehenden Partien in Kiel und zu Hause gegen Erfurt gehe es jetzt darum "noch ein paar Weihnachtskugeln an den Baum hängen".

pau