Preetz will noch zwei Heimsiege vor Weihnachten

Dardai: "Die Tabelle lügt nicht"

Berliner Dirigent: Pal Dardai.

Berliner Dirigent: Pal Dardai. imago

Kein Zweifel: Am Samstagabend gegen Werder Bremen und drei Tage vor Heiligabend gegen Darmstadt will der Hauptstadtklub die Heimsiege sieben und acht einfahren. Dazwischen liegt das Gastspiel bei RB Leipzig (17. Dezember). Bei Herthas Mitgliederversammlung vor Wochenfrist hatte Präsident Werner Gegenbauer, den einige Mitglieder vergeblich zu einem klaren Statement contra RB aufforderten, gesagt: "Ich beschäftige mich nicht damit, wie die Struktur bei anderen ist. Aber es gibt doch gar keine Zweifel, dass es unsere Aufgabe ist, RB sportlich zu schlagen."

Vor Leipzig soll Bremen bezwungen und Platz drei gefestigt werden. "Eine außergewöhnlich gute und bemerkenswert stabile Runde" spiele Hertha bislang, konstatiert Manager Preetz. "Auch wenn wir immer wieder Schlüsselspieler ersetzen mussten und gegen Mainz und in Wolfsburg Spielverläufe erlebten, die zunächst nicht nach Wunsch waren, spielt die Mannschaft geduldig und dominant weiter. Sie kann Widerstände überwinden und verliert nicht ihre Linie."

Sowohl gegen Mainz (2:1 nach 0:1) als auch in Wolfsburg (3:2 nach 0:1 und 1:2) hatten die Berliner das Spiel gedreht. Und Dardai frohlockt: "Ein Spiel in der Bundesliga zu drehen, gerade auswärts - das ist eine große Sache." Dass die Berliner ein Bundesliga-Spiel noch gewannen, in dem sie, wie in Wolfsburg, gleich zweimal in Rückstand gerieten, war ihnen zuletzt vor zehneinhalb Jahren gelungen (6. Mai 2006, 4:2 gegen den Hamburger SV).

In einem Pflichtspiel hatten sie das zuletzt am 5. November 2009 in der Europa League beim 3:2 in Heerenveen geschafft. Der erste Sieg beim VfL Wolfsburg seit mehr als fünf Jahren (29. Oktober 2011, 3:2 für Hertha) war also in der Art seines Zustandekommens einer für die Geschichtsbücher. Dass Hertha besser denn je gestartet ist? "Bedeutet mir nichts", behauptet Dardai. "Das bedeutet mir erst etwas, wenn wir bis Weihnachten noch ein paar Punkte holen." Am Samstag gegen Bremen sind weitere drei eingeplant.

Steffen Rohr