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Hasenhüttl: "Dann erfüllen wir gerne den Dienst"

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl

Will weiter von ganz oben grüßen und die Liga spannend halten: Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. imago

Der brasilianische Defensivallrounder, der sich nach seinem Wechsel von RB Salzburg nach Leipzig Ende August als Rechtsverteidiger-Alternative für den Langzeitverletzten Lukas Klostermann etabliert hatte, weilte zwar bei der Einheit am Mittwochnachmittag wieder auf dem Platz. Aber der 21-Jährige, der sich beim 2:0 am 29. Oktober in Darmstadt einen Meniskusschaden im rechten Knie zugezogen hatte, absolvierte abseits des Teams nur eine Laufeinheit.

Somit muss der 1,86 Meter große und 76 Kilogramm schwere Abwehrspieler die Rückkehr in den Kader wohl noch verschieben. Sehr fraglich ist diese nach wie auch bei Marvin Compper (31). Der Innenverteidiger konnte wegen seines Kapselband-Verletzung im rechten Sprunggelenk auch am Mittwoch nur individuell arbeiten.

Ob Compper am Donnerstag eventuell wieder auf dem Platz oder gar mit seinen Kollegen trainieren kann, ist ungewiss. Da es bis zur Partie gegen Schalke aber nur noch knapp drei Tage sind, spricht einiges dafür, dass es im Duell der beiden Mannschaften der Stunde bei der Vierer-Abwehrkette bleibt, mit der RB jüngst in Freiburg 4:1 triumphierte: mit Benno Schmitz (rechts) und Marcel Halstenberg (links) auf den Außenverteidiger-Positionen und dem gelernten Sechser Stefan Ilsanker sowie Willi Orban in der zentralen Abwehr.

Wenn man es immer auf die sportliche Ebene herunter bricht, ist das, was die Liga lange vermisste. Dann erfüllen wir gerne den Dienst.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl

Aber auch in dieser Formation soll gegen Schalke die Erfolgsserie fortgesetzt werden. Dass die Konkurrenz in Form der Bayern die Leipziger als ernsthaften Rivalen sieht, nimmt man bei RB unaufgeregt zur Kenntnis. "Wir haben uns schon mehrfach geäußert, dass es ein Riesenkompliment für uns ist, dass wir so wahrgenommen werden", sagt Trainer Ralph Hasenhüttl, "und wenn das Vokabular passt, können wir sehr gut damit leben. Wenn man es immer auf die sportliche Ebene herunter bricht, ist das, was die Liga lange vermisste. Dann erfüllen wir gerne den Dienst."

Dass die Euphorie in Leipzig groß ist, wissen der Coach und sein Team. Am mentalen Zustand ändert das nichts vor dem ersten Heimspiel, das der Neuling als Tabellenführer bestreitet. „Für uns macht das nicht den ganz großen Unterschied, dass wir Tabellenführer sind“, sagt der Coach, „das hat man im letzten Spiel auch gemerkt. Ich glaube, man hat der Mannschaft nicht eine Sekunde angemerkt, dass sie den Gedanken hat: Oh, jetzt sind wir Tabellenführer und müssen etwas Besonderes machen. Wir müssen nur so weitermachen wie bisher.“

Andreas Hunzinger

kicker.tv Hintergrund

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