Frankfurt: Der Keeper spricht über den Höhenflug

Hradecky: "Der Kopf macht fast 50 Prozent aus"

Frankfurts Keeper Lukas Hradecky

Beste Laune: Frankfurts Keeper Lukas Hradecky. imago

... den sportlichen Höhenflug und das Ziel bis zur Winterpause: "Ich bin überrascht, aber nicht total. Wir sind auf einem guten Level und machen viele Dinge richtig. Im Moment läuft es, hinzu kommt das Glück wie beim Lattenschuss der Dortmunder oder dem späten Tor in Bremen. Es wäre schön, wenn wir 30 Punkte zur Winterpause hätten."

... den kommenden Gegner FC Augsburg: "Uns erwartet ein starker Gegner, der zuletzt dreimal in Folge zu null gespielt hat. Aber wir haben die große Möglichkeit, dort etwas zu holen. Allein unser Tabellenplatz ist eine Motivation. Wir können selbstbewusst nach Augsburg fahren und wollen versuchen, noch besser zu sein."

... das neue Selbstbewusstsein: "Die Jungs haben alle Selbstvertrauen, so läuft es auch besser. Der Kopf macht fast 50 Prozent beim Fußballspielen aus. Einige sind stärker und können besser damit umgehen, wenn es nicht läuft, andere können das nicht so gut. Jetzt ist es für alle einfacher."

... Bodenständigkeit: "Jeder trägt selbst die Verantwortung dafür, nicht nachzulassen und immer bereit zu sein. Wir haben gute Typen in der Mannschaft, niemand postet auf Instagram die Tabelle. Der Trainer hält uns am Boden und sorgt dafür, dass wir bescheiden bleiben. Er ist ganz sympathisch, muss als Trainer aber auch hart sein. Das macht er gut. Wir sind nur die Eintracht und können nicht mit 90 Prozent in die Spiele gehen, sondern nur gewinnen, wenn wir mit 110 Prozent weitermachen."

... die Euphorie in der Mannschaft: "Die ist sehr groß, das sieht man im Training, wo es momentan nur positiven Druck gibt. Wir sind ganz weit weg vom Keller, das soll so bleiben."

Heinz ist einer meiner Top-drei-Freunde in der Mannschaft. Ich leide mit ihm, kann ihm aber nicht meinen Platz geben.

Lukas Hradecky

Die detaillierte Arbeit von Trainer Niko Kovac: "Er sieht die kleinen Dinge, die wir verbessern können und zeigt sie uns in den Besprechungen. Das macht er sehr gut. Auf dem Platz treffen wir dann die richtigen Entscheidungen, welchen Pass man spielen, welchen Laufweg man wählen muss. Außerdem wird mehr Taktik trainiert, wir haben die verschiedenen Möglichkeiten zu spielen im Kopf."

... sein Verhältnis zu Heinz Lindner, der Nummer 2 im Tor: "Heinz ist einer meiner Top-drei-Freunde in der Mannschaft, wir gehen manchmal zusammen essen. Er ist einfach ein guter Kerl, den ich nur loben kann. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich in seiner Situation wäre. Ich leide mit ihm, kann ihm aber nicht meinen Platz geben."

Aufgezeichnet von: Julian Franzke