Keeper zeigt gegen Rostock starke Leistung bei erstem Einsatz

SVWW-Ersatztorhüter Reule nutzt seine Chance

Maximilian Reule (li.)

Rettete sein Team gegen Rostock wiederholt - wie hier gegen Stephan Andrist: SVWW-Keeper Maximilian Reule (li.). imago

Reule parierte gegen die Rostocker gleich mehrmals entscheidend (kicker-Note 2,0). Sowohl Stefan Wannenwetsch (10./63.) als auch Stephan Andrist (50.) scheiterten am Wiesbadener Torhüter. "Er ist ein toller Typ, der in jedem Training Vollgas gibt", lobte sein Trainer Torsten Fröhling im "Wiesbadener Kurier". Reule kam im Sommer 2015 als Ersatz für Stammkeeper Markus Kolke (kicker-Notenschnitt 2,67) nach Wiesbaden. Kolke wird aufgrund eines Lappenrisses im Innenmeniskus bis zum Ende des Kalenderjahres fehlen, deshalb feierte Reule am Freitag seinen ersten Einsatz überhaupt für Wehen Wiesbaden. "Es hat mich gefreut, wieder im Tor zu stehen", erklärte der 22-Jährige auf dem vereinsinternen Videokanal.

Reule fechtet die Torwart-Hierarchie vorerst nicht an

Auch Fröhling freute sich über die Leistung seines Schlussmannes: "Ich hatte keinerlei Zweifel, dass er seinen Job fehlerfrei macht. Wir wussten, dass auf ihn Verlass ist, wenn Markus (Kolke, d. Red.) mal ausfällt. Trotz des Lobs seines Trainers bestreitet Reule, dass er die Torhüter-Hierarchie in Frage stellen will. "Ich bin an erster Stelle hier, um Kolke zu ersetzen, dem ich eine schnelle Genesung wünsche", erklärte der Torwart. "Ich bin keiner, der von einer Verletzung profitieren will." Er zeigte sich auch bezüglich seiner Leistung selbstkritisch: "Klar tat es gut, mich ein paar Mal auszuzeichnen. Aber ich habe auch drei Bälle unnötig ins Aus gespielt. Daran muss ich arbeiten." Vor der Winterpause stehen für den SVWW noch drei Begegnungen an - Reule wird also die Gelegenheit haben, an seiner Präzision bei Abstößen zu feilen.

Ob der siebte, achte, zwölfte oder 14. Platz herauskommt, ist mir egal.

SVWW-Coach Torsten Fröhling

Nach dem Unentschieden gegen Rostock steht Wehen Wiesbaden mit 19 Zählern aus 16 Spielen auf Platz 15 der Tabelle, der SC Paderborn auf dem ersten Abstiegsrang hat nur einen Punkt Rückstand auf die Hessen. Fröhling sieht jedoch keinen Grund, an seinem Team zu zweifeln: "Wir wollen so viele Punkte wie möglich sammeln, das ist klar. Aber was dabei herauskommt, ob das der siebte, achte, zwölfte oder 14. Platz ist, das ist mir egal. Wir wollen uns für die nächste Zeit weiterentwickeln", erklärte der Trainer gegenüber der "Hessenschau".

Am Freitag (19 Uhr, LIVE! bei kicker.de) spielt Wiesbaden bei einem direkten Konkurrenten: Die SG Sonnenhof Großaspach ist aktuell punktgleich mit dem SVWW. Mit Blick auf die Torgelegenheiten, die sein Team gegen Rostock liegenließ, geht Fröhling dennoch optimistisch in die Partie: "Entscheidend ist doch, dass wir Chancen rausspielen. Dann erarbeiten wir uns eben am Freitag noch mehr, dann geht auch einer mehr rein." Allerdings ist momentan fraglich, wie viele Spieler dem Trainer zur Verfügung stehen werden. Wie der Verein mitteilte fehlten neben Kolke am Montag Niklas Dams (grippaler Infekt), David Blacha, Jann Bangert (beide muskuläre Probleme), Patrick Mayer (Leistenverletzung), Alf Mintzel (leichte Fußverletzung) und Kevin Pezzoni (Wadenprobleme) im Training. Zudem mussten Stephane Mvibudulu (Adduktorenprobleme) und Kevin Schindler (Knieprobleme) nach der Einheit zu Untersuchungen.

kon