3. Liga

Nun also doch: Derby Magdeburg gegen Halle mit Fans

Einigung zwischen Stadtverwaltung, Verein und Fanvertretern

Nun also doch: Derby Magdeburg gegen Halle mit Fans

Fans des 1. FC Magdeburg

Nun also doch: Das Derby zwischen Magdeburg und Halle findet vor Fans statt. imago

Noch am Donnerstag hatte der Verein verkündet, nach Zustellung einer Nutzungsuntersagungsverfügung durch die Stadt, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen. Das Bauordnungsamt der Stadt hatte zuvor festgestellt, dass insbesondere durch das Hüpfen von Fans Statikprobleme auftreten und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei.

Am runden Tisch am Freitag im Rathaus nahmen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, die FCM-Vereinsführung, Fanvertreter sowie die Leiter des Bauordnungsamtes und des Kommunalen Gebäudemanagements teil. Entscheidet war die Ankündigung der Fans, auf Trommeln und rhythmisches Hüpfen zu verzichten. Der 1. FCM legte zudem einen Maßnahmenkatalog vor, wie eventuelles Hüpfen unterbunden werden kann. Die in dem Katalog aufgeführten Maßnahmen waren für die Stadt ausreichend, das Spiel wurde vom Ordnungsamt für Zuschauer freigegeben.

"Eine Einigung zwischen Fans, Stadt und Verein ist gefunden worden - das ist ein wichtiges Signal, das Hoffnung gibt, dass es auch in den kommenden Monaten viele tolle Fußballspiele mit begeisterten Fans gibt", wird Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper in einer sowohl auf der Website der Stadt Magdeburg als auch auf der FCM-Website veröffentlichten Stellungnahme zitiert. Auch FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik zeigte sich erleichtert: "Wir haben heute gemeinsam mit unseren Fans Maßnahmen erarbeitet, um unsere Spiele auch zukünftig in unserem Stadion auszutragen", sagte er.

Nunmehr kann das Spiel also doch mit Zuschauern stattfinden, im Vorfeld wurden bereits 20.000 Karten abgesetzt, doch forderte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper (parteilos) die FCM-Verantwortlichen und Fans auf, künftig auf das minutenlange gemeinsame Hüpfen auf den Tribünen zu verzichten. Auch Kallnik ermahnte die Fans zu einer "Verhaltensänderung", um sich nicht selbst zu gefährden.

Spielabbruch? "Bleibt am Ende des Tages eine Option"

Sollte es dennoch zu einem langanhaltenden rhythmischen Hüpfen kommen, steht ein Spielabbruch weiter im Raum. "Wir werden nicht gleich das schärfste Mittel wählen", sagte Kallnik, fügte aber an: "Aber am Ende des Tages bleibt es eine Option".

hjm/jer