Europa League, 5. Spieltag: ManUnited gewinnt

Nur 0:0 - Mainz verabschiedet sich aus Europa

Der Mainzer Karim Onisiwo (re.) bearbeitet Kevin Theophile-Catherine.

Abnutzungskampf: Der Mainzer Karim Onisiwo (re.) bearbeitet Kevin Theophile-Catherine. Getty Images

Gruppe C: Anderlecht weiter ungeschlagen - Aus für Mainz

Mainz 05 ist noch vor dem letzten Spieltag aus der Europa League ausgeschieden. Beim "absoluten Finalspiel" reichte es für den Bundesligisten im Stade Geoffroy Guichard nur zu einem 0:0, womit die Franzosen im direkten Vergleich nach dem 1:1 in Mainz und bei drei Punkten Vorsprung auf den FSV die Nase vorne haben. Öztunali (12.) und Malli (44.) hatten im ersten Durchgang die besten Chancen, St. Etienne aber mehr vom Spiel. Mit mehr Risiko ging die Elf von Trainer Martin Schmidt in den zweiten Durchgang, in dem abermals Malli (47.) und Öztunali (52.) für Gefahr sorgten. Cordoba und Onisiwo hatten bei ihren Abschlüssen Pech, in der 82. Minute rettete allerdings der Pfosten für Mainz. Der FSV versuchte alles, es blieb aber bei der Nullnummer.

In der Staffel C siegte derweil Favorit Anderlecht bei Qäbälä, das auch nach fünf Spieltagen ohne Punkt als Letzter dasteht. Beim 3:1 der qualifizierten Belgier trafen Tielemans per platziertem Schuss (10.), Bruno (90.) und Teodorczyk (90.+4). Den Ehrentreffer markierte Ricardinho vom Punkt aus (15.). Bitter: Der Brasilianer hatte zwischenzeitlich die Chance aufs 2:1 für Qäbälä, scheiterte hier aber bei seinem zweiten Versuch aus elf Metern (75.).

Gruppe A: Fenerbahce und ManUnited machen einen wichtigen Schritt

Simon Kjaer

Traf für Fenerbahce: der ehemalige Wolfsburger Simon Kjaer. Getty Images

Fenerbahce Istanbul und Manchester United haben einen wichtigen Schritt in Richtung Zwischenrunde der Europa League gemacht. Fenerbahce gewann 2:0 gegen Sorja Luhansk und übernahm Rang eins in der Gruppe A, weil ManUnited Feynoord 4:0 bezwang. Die Türken stehen in der Gruppe A fortan bei zehn Punkten. Das Team von Trainer Dick Advocaat brauchte zwar anfangs etwas, zog nach dem Seitenwechsel aber die Zügel an und meldete sich durch Tore von Stoch (59.) und dem Ex-Wolfsburger Kjaer (67.) auf der Anzeigentafel zu Wort. Gerade das zwischenzeitliche 1:0 des Jokers war sehenswert: Stoch fasste sich aus der Distanz ein Herz. Luhansk-Torwart Shevchenko war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

ManUnited kam nach einer Kombination zwischen Rooney und Ibrahimovic, die Ersterer in der 35. Minute zum 1:0 abschloss. Mata nach Rooney-Zuspiel, ein Eigentor nach Ibrahimovic-Abschluss und Lingard bescherten den Red Devils drei Tore im zweiten Durchgang und ein 4:0 sowie zwei Punkte Vorsprung vor Rotterdam.

Gruppe B: Astana überrascht - APOEL und Piräus jubeln

Der Letzte gewinnt gegen den Ersten - so die Schlagzeile bei der Partie aus der Gruppe B zwischen Astana und Nikosia. Und das, obwohl anfangs alles nach einem Sieg des Tabellenführers aussah: Efrem brachte APOEL mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel unter die Querlatte in Front (31.). Aus der Roten Karte für Astiz (33.) generierten die fortan in Überzahl spielenden Hausherren Hoffnung - und profitierten von einem katastrophalen Patzer von Waterman. Der ehemalige Aachener Torwart (30 Zweitliga-Spiele) ließ eine bereits gefangene Flanke wieder fallen, Anicic bedankte sich (59.). In der 84. Minute stellte Despotovic schließlich den 2:1-Endstand her.

Piräus konnte mit Blick auf Platz eins nicht von der Nikosia-Pleite profitieren, das 1:1 gegen Young Boys Bern reicht aber, um neben APOEL vor dem abschließenden direkten Duell in der nächsten Runde zu stehen. Der Ex-Lauterer Fortounis sorgte kurz nach der Pause per Freistoß in den rechten Winkel für die Führung von Olympiakos. Hoaraus Ausgleich nach einer knappen Stunde reichte den Schweizern nicht, weil der direkte Vergleich an Piräus geht.

Gruppe D: Zenit makellos - Alkmaar hat es selbst in der Hand

Eines der dominantesten Teams der Europa League ist Zenit St. Petersburg. Die Himmelblauen fuhren durch das 2:0 gegen Maccabi Tel Aviv bereits den fünften Sieg im fünften Spiel ein. Der längst als Spitzenreiter der Gruppe D für die Zwischenrunde feststehende russische Klub konnte sich dieses Mal auf die Torschützen Kokorin (44.) und Kerzhakov (90.+2) verlassen.

Hoffen darf Alkmaar, das durch den Treffer von Weghorst (9.) beim irischen Vertreter Dundalk mit 1:0 gewann und so mit nun fünf Zählern auf Platz zwei kletterte. Dundalk und Maccabi folgen mit vier Punkten.

Gruppe F: Genk und Bilbao im Gleichschritt weiter

KRC Genk warf Rapid Wien mit einem 1:0 aus dem Wettbewerb, Athletic Bilbao holte die nötigen Punkte gegen Sassuolo Calcio. Beiden haben neun Punkte, Rapid und Sassuolo bleiben bei fünf Punkten stehen. Ein Abstaubertor von Karelis in der 11. Minute reichte Genk, um gegen Wien zu gewinnen.

Mit einem Tor Unterschied siegte auch Bilbao, doch die Basken mussten dafür drei Treffer erzielen. Ein Eigentor von Balenziaga (2.) sorgte für das 0:1, ehe Raul Garcia per Kopfballaufsetzer ebenso wie Aduriz nach einer Ecke das Spiel drehten. Lekue traf aus spitzem Winkel zum 3:1, doch ein Volleyschuss von Ragusa sorgte sieben Minuten vor dem Ende noch einmal für Spannung. Es blieb aber beim 3:2.

Gruppe E: Dzeko schießt Roma zum Gruppensieg - Rückschlag für Austria

Der AS Rom überwintert dank Dzeko in der Europa League. Der Ex-Wolfsburger markierte drei der vier Tore beim 4:1 der Römer gegen Viktoria Pilsen. Dem Führungstreffer ließ Dzeko nach einer Rüdiger-Flanke per Kopf das 2:1 nach gut einer Stunde folgen, auch der 4:1-Schlusspunkt ging auf seine Kappe (88.).

Austria Wien hätte das Ticket für die Zwischenrunde vorzeitig buchen können, hat es nach dem 1:2 (0:0) gegen Astra Giurgiu aus Rumänien aber nun nicht mehr selbst in der Hand. Dabei führten die Österreicher durch Rotpuller, doch Florea und Budescu (88.) per Elfmeter sorgten für Ernüchterung in Wien.

mag/nik