Int. Fußball

Eto'o soll über zehn Jahre ins Gefängnis

Nach Neymar rückt nun ein Ex-Barça-Spieler in den Fokus

Eto'o soll über zehn Jahre ins Gefängnis

Samuel Eto'o

Soll laut spanischer Staatsanwaltschaft zehneinhalb Jahre ins Gefängnis: Samuel Eto'o. Getty Images

In ihrer am Donnerstag vorgelegten Anklageschrift, mit der die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Gericht in Barcelona die Prozesseröffnung beantragt, verlangt die Anklagebehörde nicht nur zehneinhalb Jahre Freiheitsentzug. Auch eine Geldstrafe und Rückzahlungen von insgesamt mehr als 18 Millionen Euro sind Bestandteil der Forderung. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur "efe" unter Berufung auf Justizkreise.

Dem früheren kamerunischen Nationalspieler Eto'o wird vorgeworfen, in seiner Zeit beim FC Barcelona den spanischen Fiskus zwischen 2006 und 2009 um insgesamt gut 3,87 Millionen Euro betrogen zu haben. Es geht dabei den Angaben zufolge um die Einnahmen aus Bildrechten.

Spielersteckbrief Eto'o

Eto'o Samuel

FC Barcelona - Vereinsdaten

Gründungsdatum

29.11.1899

Vereinsfarben

Blau-Rot

Antalyaspor - Vereinsdaten

Gründungsdatum

02.07.1966

Die Staatsanwaltschaft fordert die Eröffnung eines Prozesses gegen Eto'o, gegen dessen Manager José Maria Mesalles - für den ebenfalls zehneinhalb Jahre Freiheitsentzug gefordert werden - sowie gegen den mutmaßlich verwickelten Spanien-Vertreter der ungarischen Firma "Tradesport and Marketing KFT", Manuel de Jesús Lastre.

Der 116-fache Nationalspieler Eto'o spielt zurzeit mit 35 Jahren für den türkischen Erstligisten Antalyaspor - und ist nach Neymar der zweite aktuelle Fall der Staatsanwaltschaft, der einen Profifußballer betrifft. Gegen den aktuellen Star der Blaugrana liegt die Forderung von zwei Jahren Freiheitsentzug parat .

Samuel Eto'o

Gewann mit Barça 2006 und 2009 die Champions League: Samuel Eto'o. Getty Images

Gegen Lionel Messi und Vater Jorge Horacio wurde Anfang Juli bekanntlich Vollzug gemeldet: Die beiden wurden in Barcelona zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht belegte die Angeklagten zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 3,7 Millionen Euro. Haftstrafen unter zwei Jahren werden in Spanien für gewöhnlich auf Bewährung ausgesetzt.

mag/dpa