Bundesliga

Neuer Schlüssel für die TV-Gelder

Neue Komponenten wie "Nachwuchs" und eine 20-Jahres-Wertung eingeführt

Neuer Schlüssel für die TV-Gelder

Kamerafrau bei einem Bundesligaspiel

Die DFL hat bei der Verteilung der TV-Gelder auf die Erst- und Zweitligisten zahlreiche Neuerungen eingeführt. imago

Die letzte Saison wird wie bisher fünffach, die vorletzte vierfach, usw. gewertet. Wie bislang erhält in der Bundesliga der Erste dieser Wertung 5,8 Prozent der Erlöse, der Letzte 2,9 Prozent. In der 2. Bundesliga erhält der Erste 1,69 Prozent und der Letzte 0,75 Prozent.

In der zweiten Säule "Wettbewerb" werden weitere 23 Prozent der nationalen TV-Erlöse verteilt. Hierbei kommt eine gewichtete 5-Jahreswertung zum Tragen. Hierbei werden alle Vereine der ersten und zweiten Liga zusammengenommen (Plätze 1 bis 36.). Allerdings wird kein Erstligist dabei schlechter als Platz 24 gewertet und kein Zweitligist besser als Platz 13 eingestuft. Die Klubs auf den Plätzen 1 bis 6 erhalten aus diesem Topf alle 6,5% der Gelder.

5 Prozent werden nach der Säule "Sportliche Nachhaltigkeit" verteilt. Hier geht es um das sportliche Abschneiden in den letzten 20 Jahren. Auch hier liegt eine Tabelle von Platz 1 bis 36 aller Erst- und Zweitligisten zugrunde. Anders als bei den beiden genannten Säulen werden die aktuellsten Saisons nicht höher gewichtet, sondern alle Spielzeiten erhalten die gleiche Wertigkeit.

Zum Thema

Die letzten 2 Prozent ("Nachwuchs") werden nach den Einsatzminuten in Deutschland verbandsausgebildeter U23-Spieler in der aktuellen Saison verteilt. Berücksichtigung finden dabei alle Spiele einschließlich der Saison des 23. Lebensjahres (ohne Relegation und eventueller Nachspielzeiten). Ausländische Spieler müssen vor Vollendung des 18. Lebensjahres bei einem im Bereich des DFB befindlichen Klub registriert sein, um Berücksichtigung zu finden.

"Der einstimmige Beschluss ist ein starkes Zeichen für das funktionierende Miteinander im deutschen Profi-Fußball. Trotz teilweise höchst unterschiedlicher Interessen konnte ein Weg gefunden werden, der Leistungsprinzip und Solidarität weiter miteinander verbindet", so DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball. Aufgrund der neuen TV-Verträge, die Rekorderträge für die Bundesliga-Klubs bringen, könnten alle Erst- und Zweitligisten mit "erheblichen zusätzlichen Einnahmen" kalkulieren.

Verteilung der internationalen Gelder

Auch im Bereich der internationalen Erlöse gibt es eine Neuregelung: Zunächst werden der 2. Liga fünf Millionen zugesprochen, bis 2020/21 steigt dieser Betrag jedes Jahr um eine Million Euro, also am Ende auf acht Millionen. Diese Gelder werden wie bisher nach Endplatzierung der laufenden Saison unter den 18 Klubs verteilt.

Von dem Rest werden zunächst 25 Prozent auf alle 18 Erstliga-Klubs gleichmäßig verteilt. Weitere 50 Prozent werden anhand einer Fünf-Jahres-Wertung mit Blick auf das internationale Abschneiden ausgekehrt. Die Verteilung der übrigen 25 Prozent basiert auf den Starts in Champions League und Europa League (inkl. Qualifikation) in den vergangenen zehn Jahren, wobei jede Teilnahme ein Punkt bedeutet. Die Auskehrung erfolgt proportional zur Anzahl der erzielten Punkte.

sam