BVB-Coach Tuchel hofft auf Reus, Schmelzer fraglich

Tuchel: Bürkis Aus "mit das Schlimmste, was passieren kann"

Thomas Tuchel

Muss auf einer Position wechseln, auf der er nur ungern wechselt: Thomas Tuchel mit Roman Bürki. picture alliance

Wenn der BVB am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Legia Warschau den nächsten Schritt Richtung Gruppensieg in der Champions League gehen will, fehlt mit Roman Bürki die Nummer 1. Der Schweizer hat sich gegen Bayern München (1:0) die Mittelhand gebrochen und wird in diesem Jahr nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. "Den Stammtorhüter zu verlieren, ist mit das Schlimmste, was dir passieren kann. Das ist eine sehr heikle Position", seufzt Thomas Tuchel, "sie wird normal nie getauscht."

Der BVB-Coach nimmt diesen Tausch nun in der beruhigenden Gewissheit vor, mit der wahrscheinlich besten Nummer 2 aller Klubs auf den Ausfall Bürkis reagieren zu können. Erst kürzlich in der Pokal-Zweitrundenpartie gegen Union Berlin (3:0 n.E.) demonstrierte Roman Weidenfeller mit zwei gehaltenen Elfmetern, dass er nichts von seinen ausgezeichneten Fähigkeiten eingebüßt hat . Er genieße großes Vertrauen und "riesige Wertschätzung", so Tuchel.

Spielersteckbrief Weidenfeller

Weidenfeller Roman

Spielersteckbrief Bürki

Bürki Roman

Spielersteckbrief Bonmann

Bonmann Hendrik

Champions League - Vorrunde, 5. Spieltag
Champions League - Tabelle - Gruppe F
Pl. Verein Punkte
1
Borussia Dortmund
13
2
Real Madrid
11
3
Sporting Lissabon
3

Als zweiter Torhüter rückt der 22-jährige Hendrik Bonmann nach; ob er bis zu Bürkis Rückkehr zusätzlich weiter zwischen den Pfosten von Dortmunds U 23 (Regionalliga West) stehen wird, sei "noch nicht endgültig geklärt", ließ Tuchel wissen.

Seinen Kader hat der Trainer noch nicht endgültig benannt. "Stand jetzt" wird Marco Reus nach 185 Tagen wieder im 18-köpfigen Aufgebot stehen. Marcel Schmelzer (Erkältung) ist fraglich, für Raphael Guerreiro (muskuläre Probleme) wird es noch nicht reichen. Erik Durm klagt über Schmerzen am Knie.

"Müssen uns neu auf diese Mannschaft einlassen"

Wie auch Tuchel warnte Abwehrspieler Matthias Ginter davor, Gegner Legia Warschau nach dem 6:0-Sieg in Polen auf die leichte Schulter zu nehmen. "Die 90 Minuten am Dienstag werden nicht viel mit dem Hinspiel zu tun haben", sagte Ginter. Er bescheinigte Legia ein inzwischen "anderes Auftreten" und erinnerte an die Siegesserie des morgigen Gegners in der nationalen Meisterschaft: "Das gibt ein neues, anderes Spiel" als am 13. September in Warschau, meint Ginter.

Tuchel wird seinem Team einbläuen, sich vom Hinspiel "komplett freizumachen". Das 6:0 sei "in allen Bereichen grandios gewesen, es lief wie geschnitten Brot", schwärmte der BVB-Trainer. "Aber jetzt müssen wir uns neu auf diese Mannschaft einlassen."

Thomas Hennecke

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