NHL: Hattrick! Laine ballert sich an die Spitze

Sheary überstrahlt Crosby und McDavid

Conor Sheary

Pittsburghs Conor Sheary (#43) krönte die Aufholjagd der Penguins gegen Edmonton. Getty Images

Sheary stiehlt McDavid die Show

Sidney Crosby gegen Connor McDavid - bei der Paarung Pittsburgh gegen Edmonton trafen die wahrscheinlich besten Center ihrer Generation aufeinander. "Es war ziemlich lustig, dass ich beim ersten Bully gegen ihn angetreten bin. Er hat den Puck so schnell nach hinten gespielt, da war mein Schläger noch nicht mal auf dem Eis. Das war eine coole Erfahrung", wunderte sich McDavid. Die beiden Kapitäne ihrer Teams wurden in den ersten beiden Dritteln immer wieder bewusst gegeneinander aufgestellt. Auch Crosby zeigte sich beeindruckt von McDavids "Geschwindigkeit. Er braucht nicht viel Zeit oder Raum. Es ist das eine, ihn im Fernsehen zu sehen, aber das andere, gegen ihn zu spielen." Als Torschützen traten die beiden Mittelstürmer allerdings nicht in Erscheinung. Crosby blieb komplett ohne Scorerpunkt, McDavid lieferte drei Assists.

National Hockey League - Woche 5
Winnipeg Jets - Vereinsdaten
Pittsburgh Penguins - Vereinsdaten
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"Ich denke nicht, dass alle auf dieses eine Duell geachtet haben", sagte Penguins-Stürmer Conor Sheary, der dem Duo mit einem Doppelpack die Show stahl: Sheary zeigte sich für den ersten Treffer verantwortlich (2.), dann gelangen den Oilers drei Tore in Serie durch Jordan Eberle (15., 24.) und Patrick Maroon (18.). Die Pens aber kamen auf heimischem Eis noch einmal durch Carl Hagelin (33.) und Evgeni Malkin (46.) zurück. Dann erzielte Sheary den Siegtreffer. "Es war von allen eine gute Leistung heute, ein klasse Comeback-Sieg mit zwei wichtigen Punkten", bilanzierte der 24-jährige US-Amerikaner.

Zum "deutschen Duell" zwischen Pittsburghs Tom Kühnhackl und Edmontons Leon Draisaitl kam es nicht: Kühnhackl schaffte es als "Healthy Scratch" erneut nicht in die Aufstellung. Draisaitl "centerte" die dritte Sturmreihe neben Tyler Pitlick und Milan Lucic, gewann 44 Prozent seiner Faceoffs, hatte 15:01 Minuten Eiszeit (davon 1:17 im Powerplay) und beendete die Partie mit einem Plus-Minus-Wert von -4.

Patrik von der Laine gelassen - Klartext von Benn

Patrik Laine

Hattrick: Winnipegs Patrik Laine (l.) erzielt in dieser Szene seinen dritten Treffer gegen Dallas. picture alliance

In Winnipeg gerieten die Dallas Stars so richtig unter die Räder: Die Jets landeten einen 8:2-Kantersieg. Dabei überstrahlte Rookie Patrik Laine alle. Der 18-jährige Finne schaffte mit einem Abfälscher (9.), einem Abpraller (27.) und einer Direktabnahme (31.) seinen zweiten Karriere-Hattrick im erst 14. Spiel. "Es ist immer unglaublich zu treffen. Ich bin stolz auf mich und unser Team. Es ist traumhaft, die Torjägerliste anzuführen", sagte Laine, der mit elf Treffern nun Top-Torschütze der NHL ist. Gleichzeitig half er damit auch Reihenkollege Mark Scheifele, der zweimal für Laine auflegte und zweimal selbst traf, sich mit nun 18 Punkten auf Platz 1 der Scorerrangliste zu setzen. "Das war schon immer mein Traum", schwärmte der 23-jährige Kanadier. "Das ist echt cool, aber es gibt noch viele andere gute Spieler in dieser Liga. Hoffentlich kann ich noch ein wenig mitmischen."

Während Winnipeg frenetisch feierte, gab es bei Dallas lange Gesichter. Stars-Kapitän Jamie Benn sprach Klartext: "Ziemlich peinlich, von Anfang bis Ende. Wir sind hierher gekommen und haben ein schreckliches Spiel geliefert. Ich glaube nicht, dass es viel schlechter geht. Wir müssen alle in den Spiegel schauen und uns fragen, was wir tun können, um besser zu werden."

Debüt für Labanc - Shutout für Jones

NHL Saison 2016/17

Zum Start eines Sechs-Spiele-Roadtrips spielte San Jose in Washington vor. Mit an Bord: Kevin Labanc, der sich über die AHL (sechs Spiele, vier Tore, sechs Assists) für sein NHL-Debüt empfahl. Trotz zuvor drei Niederlagen in Folge zeigten sich die Sharks in der Defensive stabil. Goalie Martin Jones (24 Saves) brachte die Capitals-Stürmer reihenweise zur Verzweiflung und feierte am Ende den ersten Shutout in der laufenden Saison. Vorne sorgten die Verteidiger Marc-Edouard Vlasic (33.) und Brent Burns (38.) sowie Mittelstürmer Joe Thornton via "Empty Netter" (59.) für den 3:0-Erfolg in der Hauptstadt.

L.A. schießt Leafs ab

Obwohl die Los Angeles Kings auf den verletzten Stammtorwart Jonathan Quick verzichten müssen, landeten die Kalifornier mit Peter Budaj zwischen den Pfosten einen ungefährdeten 7:0-Erfolg beim Gastspiel in Toronto. Dustin Brown (14.), Tanner Pearson (24.), Tyler Toffoli (26.), Jeff Carter (34., 39.), Kyle Clifford (56.) und Dwight King (60.) schossen die Maple Leafs ab. Budaj feierte mit 19 Saves einen Shutout.

400. Tor für Nash - Vancouver beendet Negativserie

Die strauchelnden Vancouver Canucks beendeten ihren Negativlauf nach neun Niederlagen in Serie im Madison Square Garden: Bei den New York Rangers gelang den Kanadiern ein 5:3-Auswärtssieg. Damit wurde die Freude von Rangers-Stürmer Rick Nash über seinen 400. Karrieretreffer deutlich geschmälert. "Es ist eine Art bittersüße Situation für mich. Ich hätte es gerne noch ein paar Spiele aufgehoben, wenn wir dafür heute die zwei Punkte geholt hätten", gab der Scharfschütze ganz den Teamplayer.

Rieder gewinnt

Der Deutsche Tobias Rieder durfte sich mit seinen Arizona Coyotes über einen 4:2-Auswärtssieg bei der Colorado Avalanche freuen. Der Flügelstürmer spielte in einer Reihe mit Brad Richardson und Shane Doan und kam auf 15:16 Minuten Eiszeit (davon 0:12 in Unterzahl).

NHL-Ergebnisse vom Dienstag, den 8. November 2016:

New Jersey Devils - Carolina Hurricanes 3:2 n.P.
New York Rangers - Vancouver Canucks 3:5
Philadelphia Flyers - Detroit Red Wings 2:3 n.P.
Pittsburgh Penguins - Edmonton Oilers 4:3
Washington Capitals - San Jose Sharks 0:3
Toronto Maple Leafs - Los Angeles Kings 0:7
Montreal Canadiens - Boston Bruins 3:2
Nashville Predators - Ottawa Senators 3:1
Winnipeg Jets - Dallas Stars 8:2
Colorado Avalanche - Arizona Coyotes 2:4

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