Münster gibt die Rote Laterne ab

Möhlmanns erster Sieg "kein Grund" für Überheblichkeit

Benno Möhlmann

Bremst nach dem 1:0-Sieg in Köln die Euphorie: Münsters Coach Benno Möhlmann. imago

Es war eine echte Geduldsprobe, doch schließlich jubelten die Münsteraner nach 78 Minuten: Über Umwege war ein Eckball bei Benjamin Schwarz gelandet, der das Spielgerät im Kölner Tor unterbrachte und seinem Team damit den so wichtigen Dreier sicherte. Weil Bremen II gegen Regensburg im Parallelspiel ebenfalls siegte, wäre der Abstand zum Platz 17 bei einem Remis auf sechs Punkte angewachsen. So sind es weiterhin "nur" vier Zähler, die den SCP vom rettenden Ufer trennen. Auch deshalb hielt sich Möhlmann nach der Partie nicht lange mit Jubeln auf. "Wir standen kompakt und diszipliniert, haben kaum etwas zugelassen", lobte er zwar, fügte aber umgehend an: "Es gibt keinen Grund, überheblich zu werden. Nach vorne müssen wir uns noch verbessern."

Zusammenhalt auf und neben dem Platz

Zustimmung bekam er von seinen Spielern. "Bei vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz steht man natürlich sehr unter Druck", sagte Torschütze Schwarz. "Der Sieg hilft uns fürs Selbstvertrauen enorm weiter." Kapitän Ole Kittner schlug in die selbe Kerbe: "Der tut gut. Aber nachlegen ist jetzt ganz wichtig." Bauen kann der SCP dabei immerhin auf seine Anhänger, die ihre Mannschaft im Kölner Südstadion lautstark antrieben - in der Vergangenheit nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Doch ähnlich wie die Mannschaft auf dem Feld, rückte das Umfeld eng zusammen.

Spielersteckbrief B. Schwarz

Schwarz Benjamin

Spielersteckbrief Kittner

Kittner Ole

Spielersteckbrief B. Schwarz

Schwarz Benjamin

Spielersteckbrief Kittner

Kittner Ole

Trainersteckbrief Möhlmann

Möhlmann Benno

Zusammenhalt kann der SCP nach turbulenten Wochen auf und neben dem Platz gut gebrauchen. Denn das Ziel sei nun, so Möhlmann, den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld zu halten und nach Möglichkeit bis zur Winterpause heranzurücken. "Das wird schwer genug", mahnte der 62-jährige Trainer-Routinier allerdings.

pau/tr