Bundesliga

Freiburgs "verdrehtes" Duell - Guedé fehlt länger

SC will gegen Wolfsburg Vereinsrekorde ausbauen

Freiburgs "verdrehtes" Duell - Guedé fehlt länger

Karim Guedé

Fehlt dem SC Freiburg mehrere Wochen: Karim Guedé. imago

Nur einmal stand der SC Freiburg nach neun Spieltagen in der Bundesliga besser da als jetzt (in der Saison 1994/95), der VfL Wolfsburg hingegen ist noch nie so schlecht gestartet. Kein Wunder, dass es SC-Trainer Christian Streich "ein bisschen wie verdreht" vorkommt, dass die Wolfsburger "da stehen, wo viele uns zum jetzigen Zeitpunkt erwartet hätten". Trotzdem geht Streich davon aus, dass das kein Dauerzustand wird und der VfL eine Serie starten wird: "Sie gehören eigentlich unter die ersten Fünf der Bundesliga."

Natürlich hofft der SC-Coach, dass die Wolfsburger ihre Qualität erst nach dem Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Freiburg zeigen werden. Streich hob dabei neben seinem Ex-Schützling Daniel Caligiuri ("Cali führt Zweikämpfe, dass der Gegner über die Bande fliegt, aber es ist kein Foul") auch Julian Draxler, Mario Gomez und Maximilian Arnold hervor: "Das sind alles Champions-League-Spieler." Vor einem Jahr habe der VfL schließlich noch mit einem annähernd gleichen Kader Real Madrid geschlagen. Nach der Entlassung von Trainer Dieter Hecking stünden nun die Spieler in der Verantwortung "und müssen den Bock umstoßen".

"Wir müssen kritisch mit uns bleiben"

Etwas Vergleichbares haben die Freiburger am vergangenen Wochenende in Bremen geschafft, wo sie nach vier Auswärtsniederlagen zum ersten Mal in dieser Saison in der Fremde gewannen. Zu Hause lief es für den SC schon vorher gut: Vier Heimsiege in Folge konnten sie bislang noch nie zum Auftakt einer Bundesligasaison feiern, und auch die saisonübergreifend zehn Heimsiege sind ein Vereinsrekord im Profifußball.

"Wir haben nachgewiesen, dass wir stabil sein können", sagte Streich, warnte aber davor, die Erfolge überzubewerten. "Das war eine gute Leistung, aber wir müssen trotzdem kritisch mit uns bleiben. Wir brauchen noch das eine oder andere Spiel, um die Tendenz zu bestätigen." Andererseits hätten die Siege seiner Mannschaft einen Schub gegeben: "Mut und Selbstvertrauen haben wir und das werden wir am Samstag wieder einbringen."

Guedé fällt mindestens vier Wochen aus - Gulde muss passen

Streich wird seine Startelf im Vergleich zum Bremen-Spiel mindestens auf einer Position verändern müssen, weil Karim Guedé auf jeden Fall ausfällt: Der 31-jährige Angreifer (Streich: "Er ist ein Kämpfer und ein enormer Mannschaftsspieler") hat sich in Bremen, bei seinem ersten Saisonsatz, einen Innenbandanriss im Knie zugezogen und muss mindestens vier Wochen zuschauen.

Für ihn dürfte Florian Niederlechner oder Nils Petersen zurückkehren. Fehlen werden gegen Wolfsburg außerdem Innenverteidiger Manuel Gulde (Muskelverhärtung) und die Langzeitverletzten Marc Oliver Kempf (Meniskus-OP) und Havard Nielsen (Leisten-OP).

Daniela Frahm