2. Bundesliga

Ruthenbeck: "Es gibt Jungs, die mich enttäuschen"

Fürth muss gegen Bochum liefern

Ruthenbeck: "Es gibt Jungs, die mich enttäuschen"

Stefan Ruthenbeck

"Egal, wer da kommt, wir brauchen drei Punkte": Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck. imago

Personell kann Ruthenbeck - abgesehen vom Langzeitverletzten Jurgen Gjasula (Achillessehnenriss) eigentlich aus den Vollen schöpfen. Eigentlich. Denn von den verbliebenen 23 Feldspielern drängt sich nicht jeder auf. "Es gibt Jungs, die mich gerade ein bisschen enttäuschen, die nicht das abrufen, was ich mir vorstelle. Das sieht man auch im Training. Ich erwarte einfach mehr", sagt Ruthenbeck, "die Spieler vergessen gerne, dass sie mir etwas anzubieten haben und nicht ich ihnen. Sie müssen zeigen, dass sie in die erste Elf und unbedingt gewinnen wollen. Die Jungs müssen sich ins Zeug legen - das macht momentan nicht jeder."

Angesichts der Niederlagenserie sollte das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Gleichwohl trifft Ruthenbecks Kritik nur einzelne Spieler, denn: "Die Mannschaft lebt. Definitiv. Sie ergibt sich nicht. Das hat das Pokalspiel (2:1 gegen Mainz, d. Red.) gezeigt", berichtet der Coach.

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten
SpVgg Greuther Fürth

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Ruthenbeck
Ruthenbeck

Ruthenbeck Stefan

"Es geht nicht um Stefan Ruthenbeck"

Nach fünf Ligaspielen ohne Sieg (0/1/4, 1:9 Tore) ist Fürth auf Rang 15 abgerutscht, hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegations- sowie drei Zähler auf einen direkten Abstiegsplatz. "Egal, wer da kommt: Wir brauchen drei Punkte", weiß Ruthenbeck, der am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Bochum beweisen muss, noch der richtige Trainer fürs Kleeblatt zu sein. "Es geht aber nicht um Stefan Ruthenbeck, sondern um die Spielvereinigung", betont der 44-jährige Coach, "ich versuche, relativ cool zu bleiben, mich auf Dinge zu fokussieren, die jetzt wichtig sind. Es bringt nichts, sich Gedanken um die eigene Person zu machen, sondern sich damit zu beschäftigen, wie man Bochum schlagen kann."

Aggressiv pressende Gäste

Mit dem VfL erwartet Ruthenbeck "einen Gegner mit ehemaligen Fürther Spielern , der sich nach einer Durststrecke wieder gefunden hat. Sie haben ihr Spiel ein bisschen verändert, waren gegen Heidenheim (2:1, d. Red.) ein bisschen defensiver gestanden. Es ist aber keine Mannschaft, die im Pressingverhalten sehr tief steht. Ich rechne damit, dass wir auf eine aggressive Mannschaft treffen".

Schulterschluss mit den Fans?

Damit der Heimvorteil auch ein solcher wird, setzt der Kleeblatt-Coach auf den Schulterschluss mit dem eigenen Anhang: "Ich hoffe, dass wir eine Symbiose zwischen Fans und Mannschaft hinbekommen. Wir brauchen jede Unterstützung. Die Mannschaft sprüht nicht vor Selbstvertrauen. Jedes Anfeuern tut den Jungs gut."

cru