Bundesliga

Rummenigge kontert Eberl-Vorwürfe

DFL verteidigt Bundesliga-Ansetzung

Rummenigge kontert Eberl-Vorwürfe

Karl-Heinz Rummenigge

Ist Max Eberls Vorwurf einer gegen Max Eberl selbst? Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. picture alliance

Ein Champions-League-Teilnehmer, der schon am Freitagabend wieder in der Bundesliga gefordert ist? "Bei Bayern München gäbe es das nicht", hatte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nach dem 1:1 gegen Celtic am Dienstag geschimpft - was nicht ganz richtig ist.

Von den sehr seltenen Fällen, in denen mal ein Champions-League-Teilnehmer der Bundesliga im Dienstag-Freitag-Rhythmus gefordert war, war zweimal der FC Bayern betroffen: 1999/00 und 2010/11. Auch Dortmund (1999/00), Schalke (2010/11) und Wolfsburg (2009/10) erwischte es bereits.

Er muss sich rechtzeitig darum kümmern - das ist dann eher ein Vorwurf an die eigene Adresse.

Karl-Heinz Rummenigge über Max Eberl

"Das hat es bei uns auch schon gegeben", konterte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge also zu Recht nun via "Bild". Die DFL erklärte inzwischen, dass Gladbach deswegen schon am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Berlin antreten muss, weil "für Samstag in Berlin eine Großdemonstration angemeldet ist und auf ausdrücklichen Wunsch der Sicherheitsbehörden keine Spiele der 1. und 2. Bundesliga stattfinden sollen".

Außerdem, so die DFL, unterscheide sich die Dienstag-Freitag-Ansetzung "nicht vom Rhythmus Mittwoch-Samstag oder Donnerstag-Sonntag". Borussia Dortmund hat diese Woche zwischen dem CL-Duell gegen Sporting Lissabon (1:0) und dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) sogar fünf Stunden weniger Pause als Gladbach.

Erst vor einem Jahr hatte sich Sammer beschwert

In Richtung Eberl fügte Rummenigge noch an: "Natürlich will man immer lieber samstags spielen. Aber dann muss er sich bei der DFL beschweren. Und sich rechtzeitig darum kümmern - das ist dann eher ein Vorwurf an die eigene Adresse."

Eine berechtigte Belehrung? Nun ja: Als die Bayern von jenem Rhythmus betroffen waren, hatten sie ihrerseits ihre Verärgerung zum Ausdruck gebracht. Und erst vor einem Jahr hatte der damalige Sportvorstand Matthias Sammer kritisiert , dass der Rekordmeister nach einem dienstäglichen DFB-Pokalspiel in Wolfsburg schon am Freitag wieder in Frankfurt spielen musste. Sammers Worte: "Wir sind Bayern, wir spielen in der Champions League!"

jpe

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