Bundesliga

Leipzig auf Augenhöhe mit Bayern - Schalke-Serie hält

Überblick: Bayern patzt, BVB in Torlaune, SGE besiegt FC

Leipzig auf Augenhöhe mit Bayern - Schalke-Serie hält

Leipzig jubelt über das frühe 1:0 gegen Mainz durch Werner.

Leipzig jubelt über das frühe 1:0 gegen Mainz durch Werner. Getty Images

Forsberg und Werner nicht zu stoppen

Am Sonntagnachmittag hatten die Leipziger nach dem Remis der Bayern gegen Hoffenheim die Chance, im Duell mit dem FSV Mainz 05 nach Punkten mit dem deutschen Rekordmeister gleichzuziehen. Und ganz offensichtlich wollten die Sachsen dieses Ziel im Raketentempo erreichen. Die Hasenhüttl-Elf presste in der Anfangsphase enorm und wurde auch mit einem Tor nach überfallartigem Angriff belohnt. Forsberg bediente Werner - 1:0. Überhaupt gehörten diesem Duo die ersten 45 Minuten, denn Forsberg und Werner schraubten das Ergebnis bis zur Pause auf 3:0 hoch und fungierten dabei jeweils auch noch als Vorlagengeber. Die gebeutelten Mainzer, die am Donnerstag eine 1:6-Pleite in Anderlecht kassierten, waren mit drei Gegentreffern noch gut bedient, Bell kam zur zweiten Hälfte, um zu stabilisieren. Das gelang dem Kapitän der Schmidt-Elf auch ein wenig, doch gefährliche Offensivaktionen verzeichneten lange Zeit nur die Hausherren. Weil sich aber Poulsen, Werner und Forsberg beim Ausnutzen dieser Gelegenheiten wenig effizient zeigten, konnten die Mainzer durch das Anschlusstor von Bell nochmals kurz Hoffnung schöpfen. Aber letztlich blieb es beim hochverdienten Heimsieg des Aufsteigers. RB liegt nun mit 24 Zählern punktgleich mit den Bayern auf Platz zwei - die Tordifferenz spricht für die Münchner.

Bundesliga - 10. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern Bayern München
24
2
Leipzig RB Leipzig
24
3
Hoffenheim TSG Hoffenheim
20
Bundesliga - Torjäger 2016/17
Dortmund Aubameyang Pierre-Emerick
11
Köln Modeste Anthony
11
Bayern Lewandowski Robert
7
Bundesliga - Scorer 2016/17
Dortmund Aubameyang Pierre-Emerick
12
Köln Modeste Anthony
12
Hertha Ibisevic Vedad
9

Doppelpack Schöpf - Schalke befreit sich

Schalkes Doppelpacker gegen Bremen: Schöpf.

Schalkes Doppelpacker gegen Bremen: Schöpf. imago

Im letzten Spiel des 10. Spieltags schlug der FC Schalke Werder Bremen knapp, aber verdient mit 3:1 und klettert in der Tabelle ins hintere Mittelfeld. In einer lange Zeit durchwachsenen ersten Hälfte hatte es der Schlussakkord in sich: Die Königsblauen gingen durch zwei klassische Abstauber in Führung. Auf Meyers Hammer an die Latte reagierte Schöpf am schnellsten, und nach Naldos Freistoßkracher war Bentaleb zur Stelle. Die Knappen führten scheinbar sicher 2:0, doch eine Unachtsamkeit von Schöpf brachte die Bremer zurück. Der Österreicher foulte Gnabry im Strafraum und dieser vollstreckte vom Punkt eiskalt zum 1:2. Nach dem Wechsel dauerte es wieder einige Zeit, bis die Partie Fahrt aufnahm. Die Bremer riskierten nicht allzu viel, Schalke wählte den Verwaltungsmodus. Nach rund einer Stunde investierte die Weinzierl-Elf in der Offensive wieder mehr und wurde prompt durch Schöpfs zweiten Treffer belohnt. Nun waren die Hanseaten gefordert, Werder-Coach Alexander Nouri verhalf Pizarro zu seinem ersten Einsatz in dieser Spielzeit, doch die Aufholjagd fiel aus. Für S04 war der verdiente Heimsieg das neunte Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage, Bremen bleibt auf Platz 16.

Aubameyangs Antwort: Viererpack gegen Bundesliga-unwürdigen HSV

Pierre-Emerick Aubameyang und BVB-Trainer Thomas Tuchel.

Haben sich wieder lieb: Pierre-Emerick Aubameyang und BVB-Trainer Thomas Tuchel freuen sich über den Hattrick. Getty Images

Uwe Seeler feierte am Samstag seinen 80. Geburtstag und musste eine ganz bittere erste Halbzeit seines Hamburger SV gegen Borussia Dortmund mitansehen. Der BVB legte los wie die Feuerwehr, speziell der zuletzt gegen Sporting Lissabon (1:0) suspendierte Aubameyang nutzte die teils krassen Abwehrfehler der Hanseaten zu einem blitzsauberen Hattrick. Die Hamburger boten eine bundesliga-unwürdige Leistung, zumal Aubameyang mühelos seinen vierten Treffer markieren durfte. Als Müller den Anschlusstreffer zum 1:4 erzielte, huschte Seeler auf der Tribüne ein Lächeln über das Gesicht - auch weil der BVB plötzlich wackelte. Die Defensive der Tuchel-Elf agierte nun arglos, Gregoritsch traf, doch sein Tor wurde wegen eines vermeintlichen Foulspiels nicht anerkannt. Den hochverdienten Auswärtssieg des BVB vollendete schließlich der eingewechselte Dembelé mit seinem Tor zum 5:1 beim eigentlichen Dortmunder Angstgegner aus der Hansestadt - Müller betrieb abermals Ergebniskosmetik zum 2:5-Endstand.

Demirbays feiner Schuss sichert einen Punkt in München

Das tabellarische Topspiel des 10. Spieltags stieg in München, wo sich die TSG Hoffenheim beim FC Bayern in den ersten 45 Minuten keineswegs versteckte und durch einen feinen Schuss von Demirbay in den Winkel in Front ging. Der Rekordmeister investierte in der Folge mehr und kam dank Hoffenheims Zuber zum Ausgleich - der Außenbahnspieler lenkte eine scharfe Hereingabe von Costa ins eigene Netz. In den zweiten 45 Minuten zogen die Münchner dann ihren Einbahnstraßen-Fußball auf, die TSG konnte kaum mehr für Entlastung sorgen, doch nutzte die Ancelotti-Elf ihre wenigen Chancen nicht - Hummels und Müller trafen nur den Pfosten, so dass es beim 1:1 blieb.

Brandts Premieren-Tor bringt Leverkusen in die Spur

Roger Schmidt stand gegen Darmstadt 98 nach seiner Zwei-Spiele-Sperre erstmals wieder in der Bundesliga an der Linie der Leverkusener. Bayer dominierte zunächst gegen die Lilien, doch viele Chancen sprangen im ersten Abschnitt nicht heraus. So musste ein strammer Schuss von Calhanoglu herhalten, um die Werkself verdient in Front zu bringen. Direkt nach dem Wechsel agierten die Leverkusener allerdings zu pomadig und gestatteten Darmstadts Joker Colak den Ausgleich. Bayer berappelte sich aber schnell wieder und kam durch Brandts ersten Saisontreffer zum 2:1-Führungstreffer. Der Jung-Nationalspieler traf kurz darauf nur den Pfosten, den Treffer zum 3:1 markierte Joker Aranguiz. Vrancic brachte die Lilien nochmal ran, doch es blieb beim verdienten Heimsieg der Leverkusener.

Gomez' Doppelpack beendet Freiburgs beeindruckende Heimserie

Wolfsburg jubelt dank Doppelpacker Mario Gomez.

Wolfsburg jubelt dank Doppelpacker Mario Gomez. picture-alliance

In Freiburg beharkten sich der SC Freiburg und der VfL Wolfsburg im strömenden Regen. Folglich war Kampf Trumpf und diesen nahmen die Niedersachsen auch an. Unmittelbar vor der Halbzeitpause köpfte Gomez eine Rodriguez-Ecke ins Netz, zuvor war der Nationalstürmer in sehr aussichtsreicher Position am stark reagierenden Schwolow gescheitert. Bitter für die Breisgauer, die bis dato auf Augenhöhe mit dem VfL waren. Kurz nach dem Seitenwechsel entwischte der Streich-Elf Gomez erneut und der schnürte einen Doppelpack zum 2:0. Den 3:0-Endstand besorgte Rodriguez per Elfmeter, den der eingewechselte Rückkehrer Didavi herausgeholt hatte. Damit reißt die Freiburger Siegesserie im eigenen Stadion - nach saisonübergreifend zehn Heimdreiern setzte es die erste Pleite an der Dreisam.

FCA siegt in Ingolstadt dank Comebacker Bobadilla und Altintop

In Ingolstadt stand zwischen dem FCI und dem FC Augsburg ein Krisenduell an. Den gastgebenden Schanzern fiel in der Offensive nicht viel ein, die Mannschaft von Dirk Schuster hatte die bessere Struktur und einige Gelegenheiten - und Pech, als Kohr nur die Latte traf. Im zweiten Durchgang änderte sich an der Überlegenheit der Gäste nichts, allerdings kreierten die Fuggerstädter nun auch keine Chancen mehr. So musste Joker Bobadilla helfen, der nach einer mehrmonatiger Zwangspause sein Comeback feierte und in der Schlussphase einen Freistoß mustergültig in die Maschen zirkelte. Joker Altintop legte dann noch einen drauf und besiegelte die Ingolstädter Niederlage, für Trainer Markus Kauczinski steht eine schwere Länderspielpause an.

Gacinovic knipst früh - Köln wacht zu spät auf

Frankfurts Matchwinner gegen Köln: Gacinovic traf früh.

Frankfurts Matchwinner gegen Köln: Gacinovic traf früh. imago

Der 1. FC Köln verpasste am Samstagabend im Topspiel bei Eintracht Frankfurt den Sprung ins direkte Verfolgerfeld der Bayern. Die Hessen gingen früh durch Gacinovics Kopfballtor in Führung und verunsicherten damit die Stöger-Elf sichtlich. Die SGE blieb dauerhaft überlegen, doch große Chancen auf das 2:0 boten sich der SGE nicht. Der Geißbock-Klub hatte in den ersten 45 Minuten kaum Offensivaktionen, auch Modeste war komplett abgemeldet - Glück hatten die Hausherren, dass es bei Oczipkas Abwehraktion keinen Handelfmeter für Köln gab. Nach dem Seitenwechsel war der FC mit Zoller offensiver ausgerichtet, aber zunächst blieb Frankfurt am Drücker. Nach rund einer Stunde wurden die Vorstöße der Gäste deutlich zielstrebiger, die Defensive der Eintracht musste Schwerstarbeit verrichten, aber hielt dicht. In einem gutklassigen Spiel blieben die drei Zähler damit am Main.

Hertha und Gladbach bestätigen ihre Serien

Salomon Kalou

Glänzte an einem für Gladbach bitteren Abend mit einem Dreierpack: Berlins Salomon Kalou. imago

Heimstark gegen auswärtsschwach hieß es am Freitagabend zum Auftakt des 10. Bundesliga-Spieltags zwischen Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach. Und auch nach den 90 Minuten und dem 3:0-Erfolg der Alten Dame blieben diese Fakten bestehen. Die Berliner gewannen somit im eigenen Stadion alle fünf Saisonspiele (11:2 Tore) - die Fohlen bleiben in der Fremde dagegen weiter sieglos (0/1/4, 2:13 Tore). Saisonübergreifend gewann die Elf vom Niederrhein gar nur eines der jüngsten 16 Auswärtsspiele.

Wie der Abend im Olympiastadion verlief, fiel für die Gladbacher allerdings in die Kategorie für Bitteres: Denn zu Beginn drehte die Elf von Andre Schubert durchaus auf, konnte allerdings keine der Chancen nutzen. So schlug der nach seinen zwei familiären Trauerfällen erst zum dritten Mal in dieser Saison auf dem Platz stehende Kalou eiskalt per Kopf zu (18.), ehe der Ivorer später auch das 2:0 besorgte (33.). Zwischen beiden Gegentreffer knickte allerdings zunächst Herrmann übel um und verletzte sich am Knöchel (30.) , das 0:2 schluckten die Fohlen dann auch in der vorübergehenden Unterzahl. Zum "krönenden" Abschluss sah Weltmeister Kramer auch noch Gelb-Rot (39.) - eine harte wie vertretbare Entscheidung von Referee Tobias Stieler. Der Rest ist dann schnell erzählt: Hertha verwaltete das 2:0 relativ souverän (Torwart Jarstein musste dreimal parieren), ehe Kalou seinen Dreierpack perfekt machte (84.) und Hertha mit dem Dreier weiter ganz oben in der Tabelle anheftete. Und die auswärtsschwachen Borussen? Die versinken nach dem bitteren Abend im grauen Mittelfeld.

kon