Köln: Japaner unterschreibt in der Domstadt bis 2020

Warum Stöger Ibisevic-Tore mag - Osako verlängert

Kölns Trainer Peter Stöger und Yuya Osako, der bis 2020 verlängerte.

Kölns Trainer Peter Stöger und Yuya Osako, der bis 2020 verlängerte. imago

Im Sommer 2014 war Osako von 1860 München nach Köln gewechselt. Obwohl das Talent des spielerisch und technisch guten Offensivspielers offensichtlich war (und ist), konnte der japanische Nationalspieler in seinen beiden ersten Jahren in der Domstadt nicht dauerhaft überzeugen.

Erst jetzt, in seiner dritten Saison, startet der 26-Jährige richtig durch (zwei Tore, drei Vorlagen, kicker-Notenschnitt 2,67). Die logische Konsequenz: Die sich bereits seit einiger Zeit abzeichnende Vertragsverlängerung wurde am Donnerstag vom Klub vermeldet.

Osako, dem es entgegenkommt, dass er nun im Sturmzentrum zum Einsatz kommt, bindet sich für drei weitere Jahre an den Tabellenzweiten der Bundesliga und unterschrieb beim FC ein bis 2020 gültiges Arbeitspapier. "Ich bin sehr glücklich, dass es Jörg Schmadtke erneut gelungen ist, einen wichtigen Spieler auf Jahre zu binden", freute sich Stöger: "Für den Verein ist es ein weiterer Schritt. Wir haben in den vergangenen Monaten viel für die Kontinuität getan, auch bei den Spielerverträgen. Das ist extrem wichtig für den Verein und die Weiterentwicklung."

Vor allem Manager Schmadtke und Stöger hatten sich in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder vor Osako gestellt und ihm das Vertrauen ausgesprochen. "Das weiß er zu schätzen", meinte Stöger und erklärte: "Yuya kann sich hier weiterentwickeln."

Schlitzohr Ibisevic: Serientäter gegen Köln

Auch mit der Vertragsverlängerung sorgten die Verantwortlichen des FC vor dem Spitzenspiel beim Tabellenvierten Berlin (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) weiter für gute Stimmung am Geißbockheim. Stöger warnte vor den Qualitäten der Hertha, die über eine "gute Mischung" aus jungen und erfahrenen Profis verfüge, außerdem "gut organisiert" sei und mit "viel Konsequenz im Offensivbereich" agiere. "Sie können aus wenig sehr viel machen", lobte der Österreicher.

Das gilt insbesondere für Hertha-Angreifer Vedad Ibisevic, dem Stöger "Schlitzohrigkeit" attestierte und der im Vorjahr alle drei Berliner Tore gegen Köln erzielt hatte (2:0 zuhause, 1:0 auswärts). "In Situationen, in denen man sich ziemlich sicher ist, dass nichts passieren kann, ist man unvorsichtig und es passiert irgendwas im Spielaufbau. Dann ist er da. Er nutzt nahezu jede Möglichkeit aus. Das macht es spannend", sagte Stöger, der die jüngsten beiden Negativ-Erfahrung mit Ibisevic am Samstag aber nutzen möchte. "Dass er in den letzten Spielen gegen uns getroffen hat, stört mich nicht, weil wir so gewarnt sind", erklärte Kölns Trainer.

Jan Reinold

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