2. Bundesliga

Schwaab drückt dem VfB die Daumen

Der Abwehrspieler spielt mit Eindhoven Champions League

Schwaab drückt dem VfB die Daumen

Robert Lewandowski und Daniel Schwaab

Nach dem Abstieg mit dem VfB auf der ganz großen Fußballbühne: Daniel Schwaab (rechts). imago

"Im Fußball kann man nichts planen", sagt Schwaab, der am Mittwoch mit seinem neuen Klub beim FC Bayern 1:4 unterlag. "Da öffnen sich plötzlich Türen, von denen man das so nicht erwartet hat. Das war bei mir der Fall. Da musste ich nicht lange überlegen." Im Sommer war sein Vertrag bei den Schwaben ausgelaufen, ein Bleiben nach dem Abstieg auf beiden Seiten kein Thema. Trotz des unschönen Endes blickt Schwaab wohlwollend zurück. "Wenn man den Abstieg mitgemacht hat, dann hofft man mit dem Verein und drückt die Daumen, dass es direkt wieder hochgeht. Stuttgart gehört mit dem Stadion, mit der Stadt einfach in die 1. Bundesliga."

Die Probleme, die in den vergangenen Jahren zum Niedergang geführt haben, seien hausgemacht. "Rund um den VfB ist es immer sehr unruhig, das war auch in meiner Zeit so. Mit vielen Wechseln in der Führungsebene, ob es um den Präsidenten, den Manager oder den Trainer ging. Da war keine klare Linie drin", kritisiert der Abwehrmann, der dem Traditionsklub das Beste wünscht. "Ich hoffe, dass da jetzt etwas aufgebaut und die Chance genutzt wird, um grundsätzlich etwas zu verändern, um dann wieder längerfristig wieder eine gute Rolle in der Bundesliga zu spielen."

Spielersteckbrief Schwaab

Schwaab Daniel

VfB Stuttgart - Vereinsdaten

Gründungsdatum

09.09.1893

Vereinsfarben

Weiß-Rot

PSV Eindhoven - Vereinsdaten

Gründungsdatum

31.08.1913

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gute Spiele und gute Ergebnisse abliefern kann. Ich hoffe, dass Dresden nur ein Ausrutscher war.

Daniel Schwaab

Dass der Weg zurück ins gelobte Land des deutschen Fußballs kein Selbstläufer wird, hat sich spätestens am vergangenen Spieltag beim blamablen 0:5 der Schwaben schmerzhaft gezeigt. Der VfB zeigt mal wieder Nerven, die es zu behalten gilt. Schwaab: "Die Chance aufzusteigen, ist da. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gute Spiele und gute Ergebnisse abliefern kann. Ich hoffe, dass Dresden nur ein Ausrutscher war."

Schwaab: "Noch einmal dabei zu sein, ist etwas Großartiges"

Für sich selbst hat der 28-Jährige sein Glück gefunden. In den Niederlanden beim amtierenden Meister, der traditionsreichen PSV, mit dem er national wieder um den Titel mitspielen und international europäischen Größen wie Atlético oder FC Bayern die Stirn bieten möchte. "Champions League zu spielen, ist immer etwas Besonderes", schwärmt Schwaab. "Ich habe in Leverkusen schon eine Saison miterleben dürfen. Noch einmal dabei zu sein, ist etwas Großartiges. Darauf freut man sich, dafür arbeitet man hart. Wenn man auf dem Platz steht und die Hymne hört, genießt man es."

G. Moissidis/D. Bernreuther