Stuttgart erwartet 54.000 Zuschauer

Wolf bemängelt falschen Fokus der Spieler

Hannes Wolf

Wundertüte VfB: Hannes Wolf erlebt bisher eine Achterbahnfahrt in Stuttgart. imago

Stuttgart gibt seinen Fans derzeit Rätsel auf. 1:1, 4:0 und 0:5 lauteten die Ergebnisse seit Hannes Wolf das Ruder am Neckar übernommen hat. Auch der Coach spricht von einer "Wundertüte". Sein blaues Wunder erlebte der 35-Jährige zuletzt in Dresden. Wolf sah "sieben Minuten, die uns in dem Spiel gekillt haben." Vor allem dürfte ihm die Phase kurz vor der Pause gezeigt haben, wie fragil seine Truppe nach Jahren der Misserfolge ist.

Die Analyse der Partie beschäftigte Wolf einige Zeit. Das Spiel war "ein großes Thema und ist auch immer noch ein großes Thema und es wäre falsch, das unter den Teppich zu kehren", sagte er auf der Pressekonferenz am Mittwochnachmittag. "Wir müssen an allen Schrauben drehen, dass wir nicht wieder so verlieren."

Wir haben uns mit Dingen beschäftigt, die wir nicht beeinflussen können.

Hannes Wolf zur 0:5-Klatsche in Dresden

Ganz offenbar hatte der VfB vor allem mental die sprichwörtliche Schraube locker. "Du brauchst den Fokus auf das, was du beeinflussen kannst", bemängelte er. "Wir haben uns mit Dingen beschäftigt, die wir nicht beeinflussen können. Mit dem Schiedsrichter, mit der Situation, dass der Ball nicht ins Aus gespielt wurde." Und so habe man den Fokus aufs Wesentliche verloren und ohne Intensität gespielt. Da trifft es sich ganz gut, dass der VfB Sportpsychologe Philipp Laux nach seiner Beurlaubung im Sommer (Jos Luhukay hatte keine Verwendung für ihn) wieder mit ins Boot geholt hat.

Wenn das Spiel mal läuft, ist der Einfluss von der Außenlinie limitiert, das weiß auch Wolf. "Es muss eine Unabhängigkeit geben, dass die Mannschaft aus sich heraus die Aufmerksamkeit hochhält", setzt der Coach auf die Verantwortlichkeit der Spieler. "Jeder der am Freitag im Stadion ist, muss eine Mannschaft sehen, die in jedem Moment alles gibt. Und den Fokus auf den sportlichen Erfolg legt", fordert Wolf.

Dabei könnte die Unterstützung trotz des jüngsten Rückschlags kaum größer sein. Die Region steht weiter voll hinter dem Verein. Der Zuschauerschnitt liegt derzeit bei 46.787 Fans und wird nach dem 10. Spieltag weiter steigen, denn für die Partie gegen die Löwen erwartet Stuttgart rund 54.000 Zuschauer.

Terodde ist wieder dabei

Die eine oder andere Veränderung in der Aufstellung wird es bei den Schwaben im fast vollen Stadion auf jeden Fall geben. Klar ist, dass der defensive Mittelfeldmann Hajime Hosogai wegen eines gebrochenen kleinen Zehs am rechten Fuß ausfällt und Simon Terodde wieder zur Verfügung steht. Der längere Zeit verletzt fehlende Stürmer kehrte vor einigen Tagen ins Mannschaftstraining zurück und ist laut Wolf eine Option.

tru