21:16 - 30. Spielminute

Gelbe Karte (Niederlande)
de Boer
Niederlande

21:21 - 36. Spielminute

Spielerwechsel (Niederlande)
Bouma
für de Boer
Niederlande

21:51 - 48. Spielminute

Gelbe Karte (Niederlande)
van der Meyde
Niederlande

22:00 - 58. Spielminute

Gelbe Karte (Schweden)
Ibrahimovic
Schweden

22:04 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Niederlande)
Heitinga
für Davids
Niederlande

22:07 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Schweden)
Wilhelmsson
für Jonson
Schweden

22:24 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Schweden)
Källström
für Svensson
Schweden

22:30 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Niederlande)
Makaay
für van der Meyde
Niederlande

22:31 - 88. Spielminute

Gelbe Karte (Schweden)
Östlund
Schweden

23:08 - 116. Spielminute

Gelbe Karte (Niederlande)
Makaay
Niederlande

SWE

NL

Europameisterschaft

Van der Sar besiegt den Elfer-Fluch

Viertelfinale, Schweden - Niederlande 4:5 i. E. (0:0, 0:0, 0:0)

Van der Sar besiegt den Elfer-Fluch

Schwedens Trainer-Duo Lars Lagerbäck und Tommy Söderberg nahmen im Vergleich zum 2:2 gegen Dänemark drei Änderungen vor. Östlund, Linderoth und Svensson rutschten in die Startformation, Edman (Gelb-gesperrt), Andersson und Källström rotierten raus.

Der niederländische Bondscoach Dick Advocaat dagegen vertraute exakt der ersten Elf, die im letzten Gruppenspiel Lettland mit 3:0 besiegte.


Spieler des Spiels
Schweden

Fredrik Ljungberg Mittelfeld

2,5
Spielnote

4
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Schweden
Schweden

Isaksson 4 - Östlund 4 , Mellberg 3,5, Jakobsson 3,5, Nilsson 3 - Linderoth 3, Jonson 3 , Ljungberg 2,5, Svensson 4,5 - Ibrahimovic 5,5 , H. Larsson 4

Niederlande
Niederlande

van der Sar 3 - de Boer 3,5 , Stam 2,5, Reiziger 3,5, van Bronckhorst 4 - Cocu 3, Seedorf 3,5, Davids 4,5 - van der Meyde 5 , Robben 4,5, van Nistelrooy 3

Schiedsrichter-Team
Lubos Michel

Lubos Michel Slowakei

2,5
Spielinfo

Stadion

Algarve

Zuschauer

30.300

Das Viertelfinale im Überblick Stimmen zum Spiel


Beide Teams fanden nur schwer in die Partie. Die Niederländer begannen in der Anfangsviertelstunde mit etwas mehr Offensivschwung, die Schweden hingegen setzten auf eine Kontertaktik. Das schwedische Stürmerduo Larsson/Ibrahimovic lauerte auf ihre Chancen zum schnellen Gegenstoß, doch die Defensive des „Oranje-Teams“ stand sehr sicher. Daran änderte sich auch nichts, als Abwehrstratege Frank de Boer nach einem Foulspiel an Ljungberg sich selbst verletzte und in der 36. Minute für Bouma ausgetauscht werden musste.

Im Angriffsspiel der Niederländer, das von häufigen Seitenwechsel der Halbstürmer van der Meyde und Robben geprägt war, war sehr stark auf van Nistelrooy zugeschnitten, der bis auf ganz wenige Ausnahmen bei Mellberg in den ersten 45 Minuten gut aufgehoben war. Wenn es für das schwedische Tor gefährlich wurde, dann speziell bei Schüssen aus der zweiten Reihe. Doch bei Fernschüssen von Robben (11.) und Cocu (34.) konnte der schwedische Goalkeeper Isaksson sein Können unter Beweis stellen. Insofern war das torlose Remis zur Pause den Leistungen angemessen, unter dem Strich war es jedoch eine wenig berauschende Partie bis zum Halbzeitpfiff.

Auch nach dem Seitenwechsel öffneten beide Mannschaften das Visier nicht. Allerdings versuchten die Schweden einen Tick offensiver zu agieren, um sich nicht zu sehr in die eigene Hälfte drängen zu lassen. Folglich war es auch nicht verwunderlich, dass das Drei-Kronen-Team die echte ganz große Chance des Spiels hatte: Nach einer Ljungberg-Flanke, versuchte Larsson auf Ibrahimovic per Kopf abzulegen. Die Situation schien geklärt, doch Stam schlug im eigenen Fünf-Meter-Raum ein Luftloch, so dass Ibrahimovic den Ball ins lange Eck drücken wollte, doch der niederländische Kapitän Cocu schlug das Leder von der Linie (56.).

Ibrahimovics Chance wirkte als Signal für beide Mannschaften, mehr Risiko zu gehen. Nach einem schönen Zuspiel von Seedorf auf van Nistelrooy war der ManU-Stürmer durchgebrochen, und Torwart Isaksson rettete mit einer Glanztat das 0:0, indem er geschickt den Winkel verkürzte. Glück für die Schweden, dass der Abpraller von van Nistelrooys Oberschenkel um Zentimeter am Gehäuse vorbeikullerte (63.). Vier Minuten später marschierte Abwehrmann Stam nach vorne, doch platzierte er seinen Linksschuss aus 22 Metern knapp daneben. In dieser Phase änderte Advocaat auch das taktische Konzept. Mit der Einwechslung von Heitinga für Davids (62.) baute der Bondscoach hinten auf eine Dreierkette um und beorderte van Bronckhorst und Reiziger aus der Vierer-Abwehrkette ins Mittelfeld.

Die nächste Großchance besaßen allerdings die Skandinavier: Svensson spielte Ljungberg kurz im Strafraum an, der sich per Hackentrick blitzschnell um Heitinga drehte, doch sein Rechtsschuss aus 16 Metern verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter (75.).

Ab der 86. Minute setzte Advocaat auf eine echte zweite Sturmspitze, brachte Roy Makaay für van der Meyde. Dadurch entstand sofort ein Powerplay der Niederländer, doch zum Siegtor wollte dies in der regulären Spielzeit nicht mehr reichen: van Nistelrooy vergab nach einer Bronckhorst-Flanke per Kopf aus sieben Metern (90./+ 1) und Makaay setzte einen strammen Rechtsschuss aus 20 Metern knapp drüber (90./+ 3).

Gleich zu Beginn der Verlängerung mussten die schwedischen Fans den Atem anhalten, denn nach einem strammen Schuss von Robben sprang Torwart Isaksson der Ball aus den Armen und trudelte gegen den Pfosten. Kurz darauf hatte die Niederlande die Doppelchance zur Führung, doch erst rettete Isaksson gegen einen Seedorf-Knaller und Makaays anschließende Flanke hämmerte van Nistelrooy per Volleyschuss knapp daneben (100.) In der 105. Minute flankte Mellberg hoch vor das holländische Tor. Heitinga versuchte mit dem Kopf zu klären, legte jedoch auf für Källström. Der zog sofort aus 13 Metern ab, zielte aber um Zentimeter daneben.

In den letzten 15 Minuten rückte Schwedens Goalkeeper Isaksson immer mehr in den Blickpunkt. So zum Beispiel bei Seedorfs Freistoß-Schlenzer, den er meisterhaft aus dem Winkel boxte (107.) Schwedens Antwort folgte fünf Minuten später. Nach einem verunglückten Befreiungsschlag von Heitinga landet die Kugel bei Larsson, der sich blitzschnell drehte, doch den Ball aus sechs Metern an die Latte drosch. Noch dramatischer wurde es in der 116. Minute, als Ljungberg vom Strafraum freie Schussbahn hatte, doch der Arsenal-Profi setzte seinen Flachschuss an den Pfosten. Es war die letze Chance in 120 Minuten.

In einem nur streckenweise gutklassigen Viertelfinale zwischen Schweden und den Niederlanden stand es nach 120 Minuten 0:0 unentschieden. Im Elfmeterschießen setzte sich mit den Niederländern das glücklichere Team durch und trifft nun im Halbfinale auf Gastgeber Portugal.