Bundesliga

Nach Lemke scheidet auch Schulz aus

Personalwechsel auch im Bremer Aufsichtsrat

Nach Lemke scheidet auch Schulz aus

Hans Schulz

Scheidet aus dem Werder-Aufsichtsrat aus: Hans Schulz. imago

"Ich habe dafür Verständnis", kommentierte Schulz die Entscheidung des Wahlausschusses, ihn bei der nächsten Hauptversammlung am 21. November nicht wieder zu nominieren. Schulz, der Ex-Profi, der 31 Bundesligaspiele für Bremen bestritt und zudem für den Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen aktiv war, ist ein Urgestein bei den Hanseaten. Seit der Gründung 1999 gehört er dem Aufsichtsgremium an, verkörperte lange Zeit allein das Element der fußballspezifischen Kompetenz.

Nun soll Schluss sein für den 73-Jährigen, wie ihm die Mitglieder des Wahlgremiums mitgeteilt haben. Schulz sieht die Notwendigkeit ein, dass Werder sich verstärkt um hochrangige Vertreter aus der Wirtschaft bemüht, die in den Aufsichtsrat rücken sollen. Mit Marco Bode, der das Organ seit gut zwei Jahren führt, ist die sportliche Seite repräsentiert, wie Schulz anmerkt. Dennoch wünscht er sich, dass möglicherweise das Fußball-Element repräsentiert wird.

Werder Bremen - Die letzten Spiele
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Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Stühlerücken also im sechsköpfigen Rat des Traditionsklubs. Willi Lemke (70), der langjährige Manager, der vor Bode den Vorsitz innehatte, hat bereits seinen Rückzug bekanntgegeben. Zudem soll auch Werner Brinker (64), der ehemalige Chef des Werder-Topsponsors EWE, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat, ausscheiden. Bode sowie Axel Plaat (58), Schatzmeister bei Werder, und Marco Fuchs (54), Chef des Raumfahrtunternehmens OHB, werden ihren Platz in dem Organ behalten.

Das Kandidaten-Trio

Somit müssen drei neue Mitglieder gefunden werden. Der Ausschuss, der die Kandidaten aufstellt, sucht Geschäftsleute, die für Finanzkraft und gute Verbindungen stehen. Ein Name, der ins Auge gefasst wird: Andreas Hoetzel, Kommunikationschef der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft, der als Vorsitzender des Vereins "Unternehmen für Bremen" gut vernetzt ist. Wie Lokalzeitungen berichten sind die weiteren Kandidaten Kurt Zech (59), Inhaber eines renommierten Bauunternehmens in Bremen, und Thomas Krohne, gebürtiger Bremer, Medienunternehmer und Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes.

Hans-Günter Klemm