2. Bundesliga

Braunschweig baut Tabellenführung aus - 96 patzt

Dresden schießt den VfB ab - Club und Union jubeln

Braunschweig baut Tabellenführung aus - 96 patzt

Nik Omladic

Jubel mit der Eckfahne: Braunschweigs Torschütze Nik Omladic (r.). Getty Images

Eintracht punktet weiter - Lauterns Krise verschärft sich

Fünftes Heimspiel, fünfter Sieg: Braunschweig hat die Ausrutscher der Konkurrenz genutzt und seine Tabellenführung weiter ausgebaut. Die Eintracht gewann am Montagabend zu Hause gegen Kaiserslautern mit 1:0. Druckvoll und mit dem Selbstverständnis eines Spitzenreiters begannen die Löwen die Partie. Gleich die zweite Chance durch einen Freistoß resultierte in der Führung: Omladic zirkelte den Ball über die Mauer - 1:0 (19.). Die Roten Teufel, für die Ewerton sein Debüt gab, wurden daraufhin zwar etwas aktiver, konnten die zusehends immer mehr abbauenden Braunschweiger aber dennoch nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Folglich verflachte das Spiel. So ging Torsten Lieberknechts Elf mit einem knappen, aber nicht unverdienten Vorsprung in die Kabine. Auch nach der Pause sahen die 20.790 Zuschauer eine eher mäßige Partie - und die Uhr tickte gegen Lautern, das offensiv kaum in Erscheinung trat. Die Gäste erspielten sich keine einzige Gelegenheit und blieben letztendlich im dritten Spiel in Serie ohne Sieg. Braunschweigs Vorsprung auf Verfolger Heidenheim beträgt nun vier Punkte.

2. Bundesliga - 9. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Eintracht Braunschweig
22
2
1. FC Heidenheim
18
3
Hannover 96
17
2. Bundesliga - Torjäger 2016/17
Burgstaller Guido
7
Quaner Collin
7
Kumbela Domi
6
2. Bundesliga - Scorer 2016/17
Quaner Collin
10
Daghfous Nejmeddin
8
Burgstaller Guido
7

Union siegt im Topspiel - Alte Försterei bleibt Festung

Philipp Hosiner

Unions Torschütze Philipp Hosiner hebt nach seinem Treffer ab. imago

Union Berlin kann sich weiter auf seine Heimstärke verlassen: Die Eisernen sammelten am Sonntag die Punkte 40, 41 und 42 seit einem Jahr ein! Denn das Team von Trainer Jens Keller siegte im Topspiel gegen Hannover 96 mit 2:1 und klettert durch den dritten Heimsieg in Serie dank der besseren Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Niedersachsen (je 17 Zähler) auf Rang drei.

Zunächst war in Köpenick allerdings Kampf Trumpf, fünf Gelbe Karten in Durchgang eins sprachen eine deutliche Sprache. Das spielerische Element kam trotz des vorhandenen Potenzials auf beiden Seiten demgegenüber zu kurz. Dies sollte sich im zweiten Abschnitt auch nicht wesentlich ändern, allerdings war nun mehr Zug zum Tor im Spiel. Besonders auf Seiten der Berliner, die durch Quaner (75.) und Hosiner (79.) eine 2:0-Führung herausschossen. Da die Partie kurzzeitig unterbrochen werden musste, als im Fanblock von Hannover Pyrotechnik gezündet wurde, gab es ordentlich Nachschlag. Klaus sorgte mit seinem Anschlusstor so noch einmal für Spannung (90.+6), doch zu mehr reichte es nicht.

Club marschiert weiter - Valentini verschießt

Zu einem Familienduell kam es im Wildpark, Karlsruhes Dennis Kempe traf auf seinen jüngeren Bruder Tobias, der die rechte offensive Seite bei Nürnberg anstelle des gesperrten Salli besetzte. Zunächst hatte der Club ein Übergewicht, doch die Badener bissen sich in die Partie hinein, bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams. Nach der Pause war dann deutlich mehr geboten - in positiver wie negativer Hinsicht. Zunächst parierte Nürnbergs Keeper Kirschbaum einen Strafstoß des KSC - ausgerechnet der gebürtige Nürnberger und ehemalige Club-Spieler Valentini scheiterte vom Punkt (54.). Der Club konterte durch zwei Treffer von Goalgetter Burgstaller (61., 67.). Dann zündeten Teile der Club-Fans Pyrotechnik, Schiedsrichter Felix Zwayer schickte die Teams in die Kabinen, ein Abbruch drohte. Doch es ging weiter und Matavz machte mit seinem 3:0 (90.+2) den Deckel für den Club endgültig drauf. Nürnberg feierte den dritten Sieg in Folge, muss sich aber wegen des erneuten Fehlverhaltens einiger seiner Fans auf eine harte Strafe durch den DFB einstellen.

Talfahrt der Löwen geht weiter - Fortuna ohne Mühe

Außer Rand und Band präsentierte sich 1860 in den ersten 45 Minuten gegen Fortuna Düsseldorf. Bei den Löwen erreichte kein Mannschaftsteil in Durchgang eins Zweitliganiveau. Die Quittung für den völlig missratenen Auftritt bekam der TSV von durch Hennings (7.), Bebou (25., Elfmeter) und Sobottka präsentiert (36.). Nach der Pause zeigten die Münchner zwar eine Reaktion und waren das aktivere Team. Allerdings verwaltete die Fortuna angesichts des sicheren Vorsprungs im Rücken das Ergebnis. In der Schlussphase wurde es dann kurzfristig hektisch, als Akpoguma vom Platz flog und Liendl per Strafstoß den Ehrentreffer für die Löwen erzielte (81.). Zu mehr reichte es für die Münchner, die das dritte Spiel in Folge verloren, aber nicht mehr. Düsseldorf freut sich über den ersten Auswärtssieg der Saison.

Gegen den Trend: Dresden fertigt Stuttgart ab

Es läuft: Dresdens Lambertz und Kutschke feiern gegen Stuttgart.

Es läuft: Dresdens Lambertz und Kutschke feiern gegen Stuttgart. Getty Images

Dresden hat seine Durststrecke (0/1/3, 2:10 Tore) eindrucksvoll beendet und dem VfB Stuttgart einen gehörigen Dämpfer versetzt. 5:0 besiegte Dynamo den Bundesliga-Absteiger, der zuvor viermal in Folge unbesiegt geblieben war (3/1/0). Gegen den Trend verlief die Partie, in der zunächst wenig los war, ehe Kutschke per Kopf den Dynamo anwarf. Binnen sechs Minuten war das Spiel gelaufen, weil den VfB das Gegentor völlig aus der Bahn warf und Dynamo doppelt durch Lambertz und Gogia nachlegte. Das große Aufbäumen der Schwaben blieb in Durchgang zwei aus, vielmehr erhöhte Dynamo noch auf 5:0!

FCH-Bollwerk: Fürths Negativserie hält

Eigentlich wollte Fürth mit Euphorie aus dem Derbysieg (2:1 gegen Nürnberg) durchstarten - doch diese ist spätestens nach dem 0:2 gegen Heidenheim, dem dritten sieglosen Spiel in Serie (0/1/2), komplett verflogen. Die Wiedergutmachung nach dem 0:4 in Stuttgart blieb aus, obwohl Fürth den bislang vereinslosen Djokovic als Gjasula-Ersatz verpflichtete und gleich in die Schaltzentrale stellte. Nach einem blitzsauberen Konter, den Halloran abschloss, und einem Kleindienst-Kopfball war nach 18 Minuten für den FCH und damit die beste Defensive der Liga schon eine kleine Vorentscheidung gefallen. Fürth agierte ohne Ideen und ging am Ende leer aus.

Köpkes Hackentor und Breitkreuz-Kopfball belohnen Aue

Aue jubelt bei St. Pauli: Köpke (2. v. re.) traf zum 1:1, am Ende hieß es 2:1 für den FC Erzgebirge.

Aue jubelt bei St. Pauli: Köpke (2. v. re.) traf zum 1:1, am Ende hieß es 2:1 für den FC Erzgebirge. picture-alliance

Am Freitagabend war das Schlusslicht FC St. Pauli gegen Erzgebirge Aue gefordert und legte einen Traumstart hin: Schon in der 3. Minute verwandelte Ducksch einen Foulelfmeter. Doch die Führung verlieh den Hamburgern nicht die erhoffte Sicherheit, die Sachsen blieben optisch überlegen. Als die Hausherren wieder druckvoller wurden, schlug dann Aue zu - und das sehenswert: Köpke glich per Hacke zum 1:1 aus. Auch im zweiten Abschnitt konnten die Kiez-Kicker keine echte Dominanz ausstrahlen, die Erzgebirger waren etwas besser drin im Spiel, doch das hektische Duell blieb bis in die Schlussphase ohne große Chancen - dann stieg der Auer Breitkreuz hoch und machte per Kopf den nicht unverdienten 2:1-Siegtreffer für die Gäste.

Später Schock für Bielefeld durch Daghfous

Neben Kellerkind St. Pauli war mit Arminia Bielefeld ein weiterer Klub am Start, der dringend Punkte gegen den Abstieg benötigt. Die Ostwestfalen hatten den starken Aufsteiger Würzburg zu Gast. Im ersten Abschnitt fehlten die Tore, die Arminen verfügten über mehr Spielanteile, die Kickers hatten die bessere Torchancen. In den zweiten 45 Minuten wurde die Partie hektischer und ruppiger. Doch im Vorwärtsgang ging weder bei Bielefeld noch bei Würzburg viel zusammen. Doch in der Schlussphase fasste sich Würzburgs bester Vorbereiter Daghfous ein Herz und schlenzte den Ball zum 1:0-Siegtreffer ins lange Eck.

Knaller weckt Bochum - Verdientes Remis

Bochum wollte sich gegen den SV Sandhausen wieder ins Verfolgerfeld vorschieben, doch das Vorhaben ging beim 2:2 nur zur Hälfte auf. In einer ausgeglichenen Partie gingen die Gäste nach einem Abwehrfehler der Westdeutschen durch den durchgebrochenen Höler in Führung. Als Knipping in der zweiten Halbzeit für den SVS nachlegte, schien die Messe gelesen für die Verbeek-Elf. Doch der VfL kam blitzschnell zurück - begünstigt durch einen kapitalen Schnitzer von Sandhausens Keeper Knaller. Hoogland besorgte den Anschlusstreffer, Wurtz glich Sekunden später aus. Der Doppelschlag verunsicherte die Gäste nachhaltig, Bochum drückte auf den Sieg, doch es blieb letztlich bei der Punkteteilung.

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