Karlsruhe: Doppelspitze soll Tor-Flaute beenden

Kamberi: Nicht filigran, aber gefragt

Florian Kamberi

Marke "Arbeiter": Florian Kamberi (r.) ist beim KSC ein gefragter Spielertyp. imago

Als kaltschnäuziger Knipser trat Kamberi bislang nicht in Erscheinung. Beim jüngsten 1:1 in Düsseldorf ging der Knoten beim 21-Jährigen auf. In der 47. Minute wollte der Schweizer eine Ecke eigentlich mit rechts abfassen, doch der Ball prallte von seinem linken Standbein ins Tor. Der erste Karlsruher Auswärtstreffer und auch Kamberis erstes Zweitliga-Tor waren perfekt. "Das erste Tor ist immer etwas Besonderes. Allerdings wäre meine Freude mit einem Sieg noch größer gewesen", so der Stürmer.

Und trotzdem charakterisiert diese Szene den Sommer-Neuzugang vom Grasshopper Club Zürich recht gut: Kamberi ist kein filigraner Techniker, sondern ein Angreifer der Marke "Arbeiter": Der gebürtige Züricher mit kosovarischen Wurzeln kämpft, läuft, sprintet und agiert als Wandspieler in der Spitze. "Ich versuche immer, den Gegner früh zu stören", beschreibt sich Kamberi selbst. Mit einem 1,89 Meter großen und 86 Kilogramm schweren Körper ist er zudem deutlich robuster als seine Sturm-Konkurrenten Hoffer (1,77 Meter, 72 Kilogramm) und Diamantakos (1,82 Meter, 81 Kilogramm) - ein entscheidender Vorteil, der den Rechtsfuß wohl auch nach der Länderspielpause in die Startelf spülen wird.

Karlsruher SC - Vereinsdaten

Gründungsdatum

06.06.1894

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Spielersteckbrief Hoffer

Hoffer Erwin

Spielersteckbrief Diamantakos

Diamantakos Dimitrios

Spielersteckbrief Kamberi

Kamberi Florian

Am 16. Okotober (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) nämlich empfängt der KSC den wiedererstarkten 1. FC Nürnberg. "Gegen den FCN ist einiges drin, obwohl er im Aufschwung ist", findet Kamberi, denn auch bei seiner Mannschaft "läuft einiges besser" in den letzten Wochen.

cru/pp