FC Würzburger Kickers mischt die Liga auf

Hollerbach: "Ich kann nur davor warnen"

Bernd Hollerbach

Hat mit dem FWK aktuell allen Grund zum Jubeln: Coach Bernd Hollerbach. imago

Eine Portion Unbekümmertheit, eine Portion Frechheit, ein wenig Glück und die Einstellung, unbedingt gewinnen zu wollen - aus diesen Zutaten besteht das Erfolgsrezept der Würzburger Kickers. Acht Spiele, 14 Punkte - einen besseren Start als Aufsteiger hatte zuletzt nur der SV Darmstadt 98 in der Saison 2014/15 (15 Punkte). Und der spielt mittlerweile erstklassig.

Hollerbach bremst

Doch der Macher des Erfolgs, Bernd Hollerbach, bremst die Erwartungen aus, bevor sie überhaupt entstehen können: "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Und ich denke, dass wir auf einem ganz guten Weg sind, mehr aber auch nicht. Es ist noch sehr früh in der Saison, ich kann nur davor warnen." Ein mahnendes Beispiel hat der gebürtige Würzburger, der seit 2014 am Dallenberg die Geschicke leitet, auch parat - den SV Sandhausen: "Die haben auch einen sehr, sehr guten Start gehabt und dann wurde es hinten raus noch einmal eng."

FWK trifft noch vor der Pause

Gegen die Löwen aus München wurde es für die Unterfranken im Derby allerdings nicht allzu eng. In der 27. Minute ging der Aufsteiger durch Elia Soriano in Führung, "nach der Halbzeit hatten wir zehn gute Minuten gehabt, wo wir das 2:0 machen müssen", analysiert Hollerbach die Partie. "Dann haben wir zu sehr versucht, das 1:0 zu verwalten" - die Folge: 1860 steigerte sich und hatte anschließend "eine sehr gute Phase gehabt, wo sie uns in die eigene Hälfte gedrängt haben". Der TSV schaffte es aber nicht, eine Schwäche der Würzburger auszunutzen: Standards. "Bei ihren Standards waren sie gefährlich, da mussten wir höllisch aufpassen." Bereits gegen Dynamo Dresden fingen sich die Franken ein Gegentor nach einem ruhenden Ball. München kreierte zwar Gefahr, blieb im Abschluss aber glücklos.

Ich sage immer: Es ist ein Unterschied, ob man gewinnen will, oder ob man unbedingt gewinnen will.

Bernd Hollerbach lobt die Einstellung seiner Mannschaft

Nach der Schwächephase gewannen die Hausherren durch den "unbedingten Willen", den die Würzburger so häufig an den Tag legen, die Kontrolle zurück und erzielten durch Felix Müller das entscheidende 2:0. Eine Tatsache, die den Coach stolz macht: "Ich sage immer: Es ist ein Unterschied, ob man gewinnen will, oder ob man unbedingt gewinnen will. Und die Jungs wollten heute unbedingt gewinnen, das habe ich schon die ganze Woche über gespürt und dementsprechend sind wir auch aufgetreten."

Nach der Pause wartet die Arminia

Jetzt ist erst einmal Länderspielpause. Für Hollerbach kommt diese zu einem guten Zeitpunkt, da es "doch immer schön" sei, "wenn man mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause geht". Für die anschließende Partie am Freitag, den 14. Oktober gegen das bisher sieglose Arminia Bielefeld (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de), erhofft sich der 46-Jährige, dass "wir dort weitermachen, wo wir die letzten Wochen aufgehört haben: Mit Einsatz, mit Wille und mit Aggressivität".

kög