Karlsruhe will in Düsseldorf nachlegen

Diamantakos trainiert wieder - Wird Hoffer belohnt?

Karlsruhes Stürmer Erwin Hoffer

Wird er belohnt für seinen starken Joker-Einsatz: Karlsruhes Stürmer Erwin Hoffer. imago

Zwei volle Spielzeiten ging der österreichische Nationalspieler (28 Einsätze) auf Torejagd für die Düsseldorfer, von 2013 bis 2015 schoss er in 45 Ligaspielen 13 Tore und legte fünf weitere Treffer auf. Eine ordentliche Quote, die er in seinem ersten Jahr in Karlsruhe nicht ganz erreichte (27 Spiele, vier Tore, zwei Vorlagen). In dieser Runde lief es für den 29-Jährigen bislang noch nicht wie gewünscht - zwar machte er alle sieben Zweitliga-Partien mit, doch nur einmal stand er in der Startformation (beim 0:4 in Berlin).

Gegen die Auer erzielte er fünf Minuten nach seiner Einwechslung den Führungstreffer und legte den Endstand durch Moritz Stoppelkamp auf. Das steigert normalerweise die Ansprüche auf die erste Elf, aber Hoffer bleibt locker. "Der Trainer entscheidet. Ich bin für alles bereit, will der Mannschaft helfen."

Ob nun die Belohnung in Form eines zweiten Startelf-Einsatzes folgt, hängt auch von den Adduktoren des gesetzten Stürmers Dimitris Diamantakos ab. Der Grieche, vom Stürmertypus mit Hoffer nicht unähnlich, setzte bis zum Mittwoch mit dem Training aus, stieg am Donnerstag allerdings wieder ein. Insofern ist es für Oral eher eine Entscheidung zwischen Hoffer und dem bulligen Schweizer U-21-Nationalspieler Florian Kamberi, der gegen die Sachsen am vergangenen Samstag erstmals von Anfang an stürmen durfte.

Todt: "Werden sehen, wie breit unsere Brust ist"

Mit einem Sieg bei der Fortuna könnte der KSC die Düsseldorfer nach Punkten sogar überflügeln. Ob das neue Selbstbewusstsein dafür schon reicht, kann auch KSC-Sportdirektor Jens Todt noch nicht richtig einschätzen: "Dort werden wir ja sehen, wie breit unsere Brust jetzt ist", so der frühere Bundesliga-Profi gegenüber der Westdeutschen Zeitung. Das Spiel am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) sieht der 46-Jährige als "riesige Herausforderung", denn: "Die Fortuna macht in dieser Saison bislang einen sehr stabilen Eindruck. Körperlich ist die Mannschaft äußerst robust und nun ist auch jeder wieder bereit, für den anderen zu arbeiten. Hinzu kommt natürlich ihre enorme Heimstärke."

Peter Putzing/bst