Bochum: Verletzungssorgen vor Bergbau-Duell

Verbeek: "Sind nicht Bayern - oder Dortmund"

Gertjan Verbeek

Die Bochumer Verletzungsmisere treibt ihm die Sorgenfalten ins Gesicht: VfL-Coach Gertjan Verbeek. imago

Im Sparkassen-Erzgebirgsstadion will der VfL seinen ersten Auswärts-Dreier der laufenden Spielzeit einfahren. Dass sich die Bochumer nach dem siebten Spieltag nur im Tabellen-Mittelfeld und damit in "fast auf Augenhöhe" zum Aufsteiger Aue befinden, hatte Verbeek vor der Saison wohl nicht eingeplant. Bevor es also am Abend gegen das Team von Trainer Pavel Dotchev geht, das immer "viel Energie in das Spiel hineinsteckt" und hie und da mit "gutem Fußball" glänzt, machen sich Sorgenfalten auf der Stirn des Niederländers breit.
An der Castropper Straße herrscht eine Verletztenmisere, die ihresgleichen sucht: Mit Jannik Bandowski (Aufbautraining), Patrick Fabian (Kreuzbandriss), Timo Perthel (Adduktorenverletzung), Tom Hoogland (Muskelverletzung), Nils Quaschner (Operation), Russell Canouse (Knöchelblessur) und Dominik Wydra (eben erst ins Mannschaftstraining eingestiegen) sind sieben Spieler definitiv nicht einsetzbar, hinter Stefano Celozzi und Kevin Stöger "stehen Fragezeichen".

Verbeek freut sich auf die Länderspielpause

Der 54-jährige Coach will das "interessante Spiel, in dem wir unsere Möglichkeiten bekommen werden", unbeschadet überstehen, "da Aue mit viel Leidenschaft und Aggressivität spielt". Dann ist Länderspielpause und Verbeek wünscht sich, "mit einigen Spielern, die jetzt noch ihre Probleme haben, weiterarbeiten zu können". Denn der aktuelle Krankenstand "ist schon viel für einen Verein wie den VfL Bochum. Wir sind nicht Bayern. Oder Dortmund".

Mit Kreativität zum Erfolg

Dennoch sieht er sein eigenes Team "mitten in einem Prozess" - nach dem guten Auftritt vor Wochenfrist gegen den VfB Stuttgart freut er sich, "zu sehen, wie die Mannschaft damit umgeht". Dass seine Spieler technisch beschlagener sind, will Verbeek zu seinem Vorteil nutzen und hofft, "dass die Kreativität, die wir haben, uns die drei Punkte bringt".

kög