Hoffenheims Trainer von Ingolstadt gefordert

Hübner braucht Geduld - Harte Nuss für Nagelsmann

Hat derzeit keinen leichten Stand: Hoffenheims Neuzugang Benjamin Hübner.

Hat derzeit keinen leichten Stand: Hoffenheims Neuzugang Benjamin Hübner. picture alliance

Nagelsmann ließ es diese Trainingswoche etwas ruhiger angehen und zum Beispiel die geplante zweite Einheit am Mittwoch ausfallen. Schalke sei "ein sehr intensives Spiel" gewesen. "Wir haben das Training in dieser Woche etwas angepasst, um am Samstag fit ins Spiel zu gehen." Beim Vorjahresaufsteiger, wo die Hoffenheimer den nächsten Sieg wollen. Den nächsten Schub Glücksgefühl. "So ein Erfolg", wie gegen die Knappen, "tut gut, auch dem Trainer und dem Umfeld, das merkt man. Wenn man gewinnt, gibt das einem viel Energie."

Beim Personal hält sich Nagelsmann gewohnt bedeckt. Seine Aussagen zu Benjamin Hübner dürften dem Verteidiger allerdings keine große Hoffnung machen, seinen ersten Bundesligaeinsatz für die TSG feiern zu können. Der frühere Ingolstädter, der sich nicht zu seiner Situation äußern will, hat es bisher nicht in die Hoffenheimer Elf geschafft. "Er hat sehr, sehr große Konkurrenz auf seiner Position und zu Beginn der Vorbereitung relativ lang gebraucht, um sich an den Trainingsreiz bei uns zu gewöhnen", erklärt Nagelsmann, der von einer "gewissen Anpassungszeit" spricht. "Ich habe mit ihm ein paar Gespräche geführt, er weiß, dass er geduldig sein muss. Aber er kommt auch immer besser in Fahrt. Ich bin sicher, dass er seine Spielzeit bekommen wird und dass er, wenn er sich zu hundert Prozent an die Trainingsinhalte gewöhnt hat, auch seine Leistung zeigen kann."

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Nagelsmann: "Hübner wird seine Zeit noch bekommen"

Hübner, der in der vergangenen Saison unumstrittener Leistungsträger beim FCI war, kam im Sommer mit hohen Erwartungen nach Hoffenheim. Doch die erfüllten sich bisher nicht. Lediglich in der ersten DFB-Pokalrunde kam er zum Einsatz. Der vom Charakter her eher zurückhaltende Innenverteidiger konnte sich nicht durchsetzen. "Er war in seiner Karriere immer ein Wettkampftyp. Das hat er auch bestätigt", berichtet Nagelsmann. "Ich führe ihn gerade dahin, dass er einfach auch im Training diese Leistung zeigt, um es rechtfertigen zu können, dass er mal von Beginn an spielt oder im Kader ist. Er ist auf einem guten Weg. Und wird seine Zeit noch bekommen."

"Es war nicht so einfach, einen klaren Plan zu entwickeln"

Allerdings wohl eher nicht am Samstag, wo Hoffenheim eine heikle Aufgabe erwartet. Ingolstadt sei "nicht ganz so einfach zu analysieren" gewesen. "Sie haben unterschiedliche Leistungen in der Liga gezeigt. Sie haben auch etwas unterschiedlich gespielt. Von daher wissen wir nicht zu hundert Prozent, was uns erwartet", bekennt der TSG-Coach. "Es war nicht so einfach, einen klaren Plan zu entwickeln. Wir haben es probiert und werden ihn mit der Mannschaft einstudieren und hoffen, dass Ingolstadt auch so spielt, wie wir es erwarten."

George Moissidis