Eurofighter hält zum Ex-Klub statt zu Österreichs Vertreter

Salzburg und Rapid: Zwist wegen Schalke-"Fan" Müller

Andreas Müller

S04 statt Salzburg: Rapid-Sportdirektor Andreas Müller hat am Donnerstag einen klaren Favoriten. imago

Müllers Herz schlägt für Königsblau, das dürfte jedem klar sein. Der 53-Jährige wurde 1997 als Spieler UEFA-Cup-Sieger mit den Schalker Eurofightern, von 2006 bis 2009 übernahm er das Manageramt bei S04. Noch immer fiebert er mit - auch am Donnerstag, wenn die kriselnden Schalker (in der Bundesliga noch ohne Punkt nach fünf Spielen) gegen Salzburg in der Europa League antreten. "Die Mannschaft muss alles tun, um gegen Salzburg den so wichtigen Heimsieg zu holen", sagte der ehemalige Mittelfeldspieler: "Ich bin auch überzeugt davon, dass ihnen das gelingt. Zumindest drücke ich ihnen die Daumen."

Das kam weiter westlich in der Alpenrepublik nicht gut an, in Salzburg sah man den Solidaritätsgedanken verletzt. "#PunktefürÖsterreich Wir wünschen Rapid Wien fürs Europa-League-Auswärtsspiel am Donnerstag in Bilbao alles Gute! #AllesMülleroderwas", schrieb der österreichische Meister auf seiner Facebook-Seite und spielte damit auf die UEFA-Fünfjahreswertung an.

Doch bei Rapid, wo mit Mike Büskens ein weiterer ehemaliger Eurofighter als Trainer arbeitet, ist man sich keiner Schuld bewusst. Unter dem Facebook-Post kommentierte Rapid: "Aus österreichischer Sicht gönnen wir jedem rot-weiß-roten Teilnehmer möglichst viele Punkte, wenn aber eine Vereinslegende, die mehr als zwei Jahrzehnte für seinen Klub, in dem Fall Schalke 04, tätig war, diesem die Daumen drückt, ist das nicht überraschend und ehrlich wenn es - auf Nachfrage übrigens - wie in dem Fall von Andreas Müller auch gesagt wird!"

las

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