2. Bundesliga

Wolf: "Ohne Klopp wäre ich nicht hier"

VfB stellt den Luhukay-Nachfolger vor

Wolf: "Ohne Klopp wäre ich nicht hier"

Hannes Wolf

Meisterte seine erste Pressekonferenz beim VfB mit Bravour: Hannes Wolf. imago

Schindelmeiser bedankte sich einführend noch einmal bei Wolfs Ex-Verein Dortmund dafür, dass bis Dienstag nichts nach außen gedrungen ist und natürlich für die Freigabe von Wolf. Dass Wolf der "absolute Wunschkandidat" war, belegen auch launige Worte des Sportvorstands: "Ich hatte schon meinen Bundeswehr-Schlafsack im Auto und war darauf vorbereitet, so lange bei Hans-Joachim Watzke auf dem Grundstück zu campieren, bis er den Hannes freigibt."

Schindelmeiser, der sich eine langfristige Zusammenarbeit mit Wolf wünscht, hatte in gemeinsamen Gesprächen schnell den Eindruck gewonnen, dass es "menschlich wie fachlich passen würde", ehe ein wahrer Fragenkatalog auf den neuen Coach einprasselte. Vor der Aufgabe in Stuttgart beim VfB hat der ehemalige Jugendcoach Respekt, aber "ich würde nicht hier sitzen, wenn ich mir das nicht zutrauen würde", so der 35-Jährige selbstbewusst. Für Wolf, Vater zweier noch nicht schulpflichtiger Töchter, war es bei der Entscheidung pro VfB wichtig, dass er jeglichen familären Rückhalt genoss: "Nach intensiven Gesprächen haben wir zusammen entschieden, dass ich das mache."

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Seinen neuen Job sieht er als große Chance und weiß um die Größe der Aufgabe bei einem Traditionsverein. "Wir werden alles geben und uns richtig reinhängen", so Wolf, der sich als erfolgsorientiert bezeichnete und sofort das nächste Spiel in Bochum in den Fokus rückte. "Wichtig ist jetzt, dass wir regenerieren und Haltung aufbauen, dass wir dem VfL standhalten können."

Klopp und Tuchel gewährten Einblicke

Auch zu seinen Förderern Jürgen Klopp und Thomas Tuchel bezog Wolf Stellung. Nach seinem Studium hatte er in Klopp in Dortmund einen Fürsprecher und stieg als Jugendtrainer ein. "Ohne Klopp wäre ich nicht hier", so Wolf. Bei der Borussia durfte er zunächst an der Arbeit des BVB-Kulttrainers als auch der seines Nachfolgers Thomas Tuchel teilhaben. "Die Türen waren immer offen, bei Trainingsplanung und anderen Inhalten habe ich 'unheimlichen Input' erhalten." Das seien großartige Einblicke gewesen. Seinen eigenen Weg habe er dennoch aber immer gesucht, es sei "wichtig nicht zu kopieren, sondern seine Eigenentwicklung voranzutreiben".

Seine Art will er auch bei den Schwaben einbringen: "Emotional Fußball spielen, einen eigenen Weg finden." Die Mannschaft hat er am Mittwoch im ersten Training schon kennengelernt, dabei einen "guten Eindruck gewonnen". Wie seine Schützlinge ihn denn ansprechen würden? "Trainer und Du", so Wolf. Wichtig sei dabei der Respekt voreinander. "Die menschliche Ebene ist entscheidend, und der Respekt voreinander hat auch dafür gesorgt, dass ich hier sitzen darf."

jch

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