Bundesliga

Kohrs Verletzung verhindert Mainzer Siegstimmung

Gäste entschuldigen sich beim FC Augsburg

Kohrs Verletzung verhindert Mainzer Siegstimmung

Dominik Kohr

Konnte nicht hinsehen: Dominik Kohr könnte eine längere Pause bevorstehen. Getty Images

"Da braucht man glaube ich nicht mehr viel zu sagen", antwortete ein sichtlich geschockter Dirk Schuster beim Bezahlsender Sky auf die Frage, was ihm zu dem Foul von José Rodriguez an Dominik Kohr einfallen würde. Bei seinem Bundesliga-Debüt, das übrigens erst in der 85. Minute begonnen hatte, holte Rodriguez den FCA-Mittelfeldmann in der 92. Minute rüde von den Beinen. Der 22-Jährige blieb mit großen Schmerzen am Boden liegen, das Blut sickerte sogar durch den Stutzen.

"Ich schätze, dass das Bein durch ist", stellte Augsburgs Kapitän Daniel Baier die erste Ferndiagnose. Was sich glücklicherweise nach einer ersten Untersuchung im Krankenhaus nicht bestätigte: Offenbar sind die Knochen ganz geblieben, Kohr kam mit einer hässlichen Fleischwunde davon.

Spielersteckbrief Baier
Baier

Baier Daniel

Spielersteckbrief Brosinski
Brosinski

Brosinski Daniel

Spielersteckbrief Kohr
Kohr

Kohr Dominik

Spielersteckbrief José Rodriguez
José Rodriguez

Rodriguez Martinez José

Bundesliga - 3. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
9
2
Hertha BSC
9
3
RB Leipzig
7

Dennoch: Das Foul und seine Folgen lösten heftige Reaktionen aus - auch bei Rodriguez' eigenen Mitspielern. "Total dumm einfach", meinte etwa 05-Verteidiger Daniel Brosinski. Baier erging es da schon etwas schlechter: "Ich habe nur noch Blut gesehen und bin dann weggegangen." Dem Mainzer Giulio Donati trieb es sogar Tränen in die Augen.

"So etwas ist nicht Mainz 05"

Zum Spiel

Auch FSV-Coach Martin Schmidt konnte sich anhand der Bilder nicht auf die Seite seines Schützlings stellen, entschuldigte sich am Sky-Mikrofon aber umgehend "beim FC Augsburg und Dominik Kohr. So etwas ist nicht Mainz 05."

Dabei ging völlig unter, dass die Rheinhessen durch das 3:1 gerade ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten. "Daran ist jetzt nicht zu denken", erklärte Brosinski, der fassungslos schien und die Aktion wiederholt als "total dumm" bezeichnete.

kon