Bundesliga

Nyland wählt einen anderen Ansatz als Wiedwald

FCI-Keeper bleibt weiter ohne Sieg in der Bundesliga

Nyland wählt einen anderen Ansatz als Wiedwald

Örjan Nyland

Örjan Nyland wartet auch nach seinem neunten Liga-Einsatz noch auf den ersten Sieg. imago

Keine Frage, das Tor macht nicht jeder so. Mit einem herrlichen Heber von der linken Strafraumgrenze egalisierte Robert Lewandowski den frühen 0:1-Rückstand der Bayern. Über den halbherzig aus seinem Tor herausgekommenen Ingolstädter Keeper Örjan Nyland hinweg lupfte er den Ball, hinter dem senkte sich der Ball in die Maschen. Ein Torwartfehler? Hätte Nyland die paar Schritte aus seinem Tor überhaupt herauskommen müssen, während Marvin Matip Lewandowski ja durchaus noch hätte stören können?

"Ich hatte die Szene im Kopf, wie Lewandowski am ersten Spieltag das Tor gegen Bremen macht", sagt Nyland, darauf angesprochen. "Da steht der Torhüter (Felix Wiedwald, Anm. d. Red.) ganz lange auf der Linie und wartet." Der Bayern-Stürmer verwandelte damals dennoch ins lange Eck.

Nyland wollte nun einen anderen Weg wählen, verließ – wenn auch nur zögerlich – das Tor. Das Resultat war dasselbe. So richtig gut sah der norwegische Nationaltorhüter dabei jedenfalls nicht aus. "Ich war mit der Hand dran, leider war es nicht genug", rechtfertigt er sich. Bereits in der Vorwoche gegen Hertha BSC (0:2) hätte er vor dem ersten Tor von Ibisevic womöglich entschlossener herauslaufen können. Während der Keeper auf der Linie über jeden Zweifel erhaben ist, könnte er sich in puncto Strafraumbeherrschung also noch verbessern.

Auch im neunten Bundesligaspiel blieb Nyland also sieglos (drei Remis, sechs Niederlagen), zum neunten Mal kassierte er mindestens ein Tor (im Schnitt gar 2,11 Gegentreffer). Selbst bei seinem einzigen Einsatz in der Regionalligamannschaft des FCI im März gab es zuhause gegen Bayreuth ein 0:2. Lange aufhalten mit solchen Statistiken will sich der Keeper aber nicht. Er blickte direkt nach dem Abpfiff nach vorn, auf Dienstag: "Das Spiel jetzt gegen Frankfurt ist eines, wo wir punkten müssen. Hoffentlich dreifach."

Paul Bartmuß