Frankfurt: 250. Bundesligaspiel im Hessenderby

Meier: Ein Jubiläum zum Vergessen

Alexander Meier

Frankfurts "Fußball-Gott" Alexander Meier hat sich sein Jubiläum sicher anders vorgestellt. picture alliance

Viel fehlte nicht, und Meier wäre in seinem Jubiläumsspiel mal wieder als Matchwinner vom Platz gegangen. Es lief bereits die 78. Minute, als Mijat Gacinovic einen Freistoß in Strafraumnähe schnell ausführte, Szabolcs Huszti bediente und damit die größte Chance des Spiels einleitete. Doch statt den mutterseelenallein vor dem Tor lauernden Meier zu bedienen, probierte es der Ungar selbst – und schoss Lilien-Schlussmann Michael Esser an.

Ansonsten war von Meier wie von der gesamten Offensivabteilung wenig zu sehen. Zwar hatte die Eintracht noch ein paar Chancen mehr, insgesamt mangelte es jedoch an Ideen, Tempo und Bewegung in der Offensive. "Leider haben wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Wir haben alles probiert, uns in der zweiten Hälfte aber nicht mehr so gut durchkombiniert. Wenn wir 0:0 gespielt hätten, wäre dennoch alles okay", resümiert Meier.

Spielersteckbrief Meier

Meier Alexander

Spielersteckbrief Meier

Meier Alexander

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Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
6
2
Hertha BSC
6
3
1. FC Köln
4

Es war ein undankbares Spiel für den als hängende Spitze agierenden Hünen. Der 33-jährige Routinier bekam keine brauchbaren Zuspiele; um überhaupt mal an den Ball zu kommen, ließ er sich teilweise weit zurückfallen. Am Ende verzeichnete die Statistik dennoch lediglich 23 Ballberührungen – weniger haben nur die eingewechselten Haris Seferovic und Danny Blum sowie der verletzungsbedingt schon in der 7. Minute ausgewechselte Guillermo Varela.

"Es ist immer schwer, wenn der Gegner so tief steht. Man braucht Geduld, und die hatten wir eigentlich auch. Vier Punkte zum Start wären in Ordnung gewesen", sagt Meier. Im kommenden Heimspiel gegen Bayer Leverkusen wird er wieder größere Räume in der Offensive vorfinden, um im 251. Spiel vielleicht sein 76. Erstligator zu erzielen.

Julian Franzke