Der langjährige Weggefährte erklärt den Wolfsburger Stürmer

Beck über Gomez: Tore, Fans und ein Ritual

Wolfsburgs neuer Stürmer  Mario Gomez

Laut Andreas Beck auch in der Kabine wichtig: Wolfsburgs neuer Stürmer Mario Gomez. imago

Mario Gomez fehlt in Istanbul, keine Frage. "Der Verlust", sagt Andreas Beck, "ist schmerzhaft, er war einer der Garanten für die Meisterschaft." Und auch privat vermisst der 29-Jährige seinen Teamkollegen, den er bereits aus gemeinsamen Jugendtagen im Schwabenland kennt. "Wir haben in Istanbul viel zusammen unternommen", erzählt Beck, "das wird fehlen. Mario ist ein unkomplizierter Typ." Mit einem Ritual: "Wir haben vor unseren Spielen immer die gleichen Restaurants besucht." Ob Gomez auch in Wolfsburg schon fündig geworden ist?

Sportlich hat sich der Stürmer jedenfalls trotz seines glücklosen Debüts gegen Köln (0:0, kicker-Note 4,5) bereits bestens eingelebt. Seine Tore, davon sind sie beim VfL fest überzeugt, wird Gomez machen. Da ist sich auch Ex-Teamkollege Beck sicher: "Man muss sich nur seine Statistik anschauen, die ist aussagekräftig genug."

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Auch in der Kabine ist er enorm wichtig.

Andreas Beck über Mario Gomez

Jedoch benötige Gomez die Zuspiele seiner Mitspieler. "„Mario muss bedient werden, er ist keiner, der von der Mittellinie aus durchmarschiert. Aber er wird immer seine Tore machen." Beck hat Gomez während dessen Karriere lange begleitet. Von der Stuttgarter Nachwuchshoffnung bis zum deutschen Nationalstürmer. "Er hat sich enorm entwickelt, konzentriert sich nicht nur auf das Toreschießen. Auch in der Kabine ist er enorm wichtig."

Kollegen in der Schülerelf, Meister mit dem VfB und Besiktas: Mario Gomez und Andreas Beck.

Kollegen in der Schülerelf, Meister mit dem VfB und Besiktas: Mario Gomez und Andreas Beck. imago

Deswegen wollte ihn Besiktas mit aller Macht halten, auch die Fans haben sich bis zur letzten Sekunde ins Zeug gelegt, um Gomez vom Verbleib am Bosporus zu überzeugen. Einer soll sogar in den Hungerstreik getreten sein. "Ein bisschen hat man es mitgekriegt", sagt Beck. "Es wird hier viel geschrieben, die Türkei ist ein fußballverrücktes Land. Mario hatte sich einen enormen Stellenwert erarbeitet. Es gibt viele Fans, die sehr traurig sind. Aber es geht für uns auch ohne Mario weiter."

Und zwar ordentlich: Nach drei Spieltagen rangiert der Meister mit sieben Punkten schon wieder auf Platz zwei.

Thomas Hiete