Bundesliga

Philipp: "In allen Belangen besser"

Freiburg freut sich über starke Leistung

Philipp: "In allen Belangen besser"

Nils Petersen, Maximilian Philipp

Augen zu und jubeln: Die Freiburger Torschützen Maximilian Philipp (M.) und Nils Petersen. Getty Images

Beinahe andächtig freute sich Christian Streich über den völlig verdienten Sieg gegen die Gladbacher, die damit zum neunten Mal in Serie in Freiburg ohne Erfolgserlebnis blieben. Ein Grund für die Freude des Trainers, der vor dem Spiel bereits erklärt hatte, dass die Borussia bislang "noch nicht unser ganzes Potenzial gesehen" habe, war offenkundig, dass Streich selbst seinem Team eine solche Vorstellung - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - noch gar nicht zugetraut hatte. "Ich hatte nicht erwartet, dass wir so ein Spiel machen können wie heute gegen Gladbach", so Streich gegenüber Sky. "Das war eine sehr starke Willensleistung und dazwischen haben wir auch mal Fußball gespielt", lobte der 51-Jährige.

Doppeltorschütze Maximilian Philipp freute sich weniger über seine zwei Treffer, als vielmehr darüber, anders als beim 1:2 in Berlin "unser wahres Gesicht gezeigt" zu haben. "Wir haben Gladbach dominiert, finde ich, und zwar das gesamte Spiel über. Sie hatten ein Weitschusstor, aber in der zweiten Hälfte haben wir unsere Chancen konsequenter genutzt, haben Fußball gespielt und gefightet und waren deswegen in allen Belangen besser als Gladbach", sagte Philipp selbstbewusst.

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Spielbericht

In der Tat war es beeindruckend, wie gut es den Breisgauern von Beginn an gelang, die Fohlenelf einerseits mit frühem Stören ab der Mittellinie im Aufbauspiel aus dem Konzept zu bringen und andererseits gleichzeitig mit schnörkellos vorgetragenen Angriffen immer wieder Nadelstiche gegen die erstaunlich anfällige Hintermannschaft des Champions-League-Teilnehmers setzen zu können. So hätte Florian Niederlechner, der nach weniger als 20 Minuten den Innenpfosten traf, die Freiburger bereits früher für die gute Leistung belohnen können. Nach dem zwischenzeitlichen Rückstand blieb es stattdessen bis in die Schlussphase spannend.

Neben Philipp hatte der SCF den Erfolg am Ende vor allen Dingen Olympia-Teilnehmer Nils Petersen zu verdanken, der kurz nach seiner späten Hereinnahme in der 82. Minute für Niederlechner erst Philipps 2:1 per Kopfballweiterleitung auflegte und nur drei Minuten später per Strafstoß den 3:1-Endstand markierte. Im olympischen Finale von Rio de Janeiro hatte der Angreifer den entscheidenden Strafstoß bei der Finalniederlage gegen Brasilien im Elfmeterschießen noch vergeben. "Wir haben Gladbach wehgetan und das hat ihnen gar nicht gefallen", meinte Petersen.

Ob gerade die Art und Weise des Auftritts gegen einen Gegner aus den oberen Gefilden der Abschlusstabelle 2015/16 bereits Rückschlüsse auf den weiteren Saisonverlauf zulässt, kommentierte Philipp eher zurückhaltend: "Wir stehen nun bei einem Sieg und einer Niederlage, da ist noch zu früh, so etwas zu sagen."

jom

Bilder zur Partie SC Freiburg - Borussia Dortmund